Es bleibt dabei: Auch kurz vor der offiziellen Eröffnung polarisiert die neue Pflasterung auf dem Hochdahler Markt.

Das neue Pflaster auf dem Hochdahler Markt ist Ansichtssache: Einige loben die Farbe, andere fürchten, die Platten seien zu empfindlich.
Das neue Pflaster auf dem Hochdahler Markt ist Ansichtssache: Einige loben die Farbe, andere fürchten, die Platten seien zu empfindlich.

Das neue Pflaster auf dem Hochdahler Markt ist Ansichtssache: Einige loben die Farbe, andere fürchten, die Platten seien zu empfindlich.

Dirk Thomé

Das neue Pflaster auf dem Hochdahler Markt ist Ansichtssache: Einige loben die Farbe, andere fürchten, die Platten seien zu empfindlich.

Hochdahl. Nein, noch ist die Umgestaltung des Hochdahler Marktes nicht abgeschlossen. Es sind noch nicht alle Bäume gepflanzt, noch nicht alle Bauzäune abgebaut, noch nicht alle Feinarbeiten erledigt.

"Das helle Pflaster ist einladend und sieht gut aus."

Helene Stoller

Und doch lässt sich jetzt schon mehr als erahnen, wie der Hochdahler Markt - wenn alles fertig ist - aussehen wird: Das helle Pflaster hat wenig gemein mit seinem rustikalen Vorgänger, die Treppen sind verschwunden, und das Gehen fällt definitv leichter als zuvor.

"Ich finde es toll. Das helle Pflaster ist einladend und sieht gut aus. Mir gefällt es", sagt Helene Stoller, Mitarbeiterin in der Filiale der Metzgerei Steinhaus am Hochdahler Markt. Sie wirkt ehrlich begeistert. Nur einen Kritikpunkt bringt sie an: "Die Paperkörbe sind viel zu klein. Die quellen ständig über, der Dreck fällt daneben, das ist eine Schande für den Markt."

Filialleiterin Jutta Zieder bewertet den neuen Bodenbelag nicht ganz so positiv. "Man sieht den Dreck so schnell", sagt sie. Das Pflaster hätte aus ihrer Sicht durchaus etwas dunkler sein können. Und dass die Bänke auf dem Platz keine Lehnen haben, ist ihr auch aufgefallen. "Unten an der Karschhauser Straße haben die Bänke nämlich Rückenlehnen."

Jakob Andreier dreht mit Hund Sam eine Runde über den Markt. "Für mich ist das in Ordnung, ich kenne ganz andere Sachen", sagt er gelassen. Seine Gesprächspartnerin Helga Schmidt sorgt sich um die Empfindlichkeit der Steine. "Wenn dort eine Flasche Cola ausgeschüttet wird - wer weiß, wie es dann aussieht", sagt sie. Aber die Glätte der Steine, das Fehlen der früheren Unebenheiten, das gefällt ihr. Auch eine Mutter, die zum Einkaufen auf den Hochdahler Markt gekommen ist, sagt: "Für kleine Kinder ist das schön hier."

Die Kaufleute am Hochdahler Markt wollen die Umgestaltung des Platzes am Samstag, 11. September, ab 11 Uhr mit einer Pflasterparty auf dem neuen Hochdahler Markt feiern.

Die Arbeiten haben am 9. November vergangenen Jahres begonnen und kosten 1,4 Millionen Euro.

Heike Klingspor findet das Pflaster ein bisschen zu hell, vor allen dann, wenn die Sonne scheint. "Und wer weiß, wie es hier nach so einem Markttag aussieht." Auch Brigitte Brackmann, die Inhaberin des Teeladens am Markt, sagt, dass das helle Pflaster an sonnigen Tagen blendet. "Und mir fehlt die Begrünung", meint sie, hofft aber, dass die Stadt die Baumscheiben noch bepflanzen wird.

"Die Papierkörbe sind definitv zu klein, die quellen immer über."

Brigitte Brackmann

Die Sitzgelegenheiten auf dem Markt gefallen Brackmann gut. "Und die werden auch angenommen." Nur: "Die Papierkörbe sind definitv zu klein", hat auch sie registriert. Sie freut sich, wenn der Wochenmarkt wieder auf dem Hochdahler Markt stattfindet. "Der fehlt uns donnerstags sehr."

Dass die Bauarbeiten bald ein Ende haben, darauf freuen sich Torsten Wiewerth von Schreibwaren Weber’s und Ulrich Franz vom Hochdahler Reformhaus. "Diese Zeit war schrecklich", sagt Wiewerth. "Die Kunden ohne Beeinträchtigung sind kaum zu uns gekommen, Menschen mit Rollatoren hatten keine Chance."

Knapp der Pleite entgangen

"Meine Kunden aus dem Rosenhof kamen gar nicht mehr", sagt Franz. Er habe sehr unter den Arbeiten gelitten, wäre fast in Konkurs gegangen. "Ich bin ja erst ein Jahr hier und hatte den Umzug noch gar nicht verkraftet", sagt er. Aber das neue Pflaster gefalle ihm ganz gut. "Und von denen, die schlecht zu Fuß sind, wird es gelobt", sagt er.

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