880 000 Euro soll der ehemalige Wohnsitz der Dominikanerinnen kosten.

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2136 Quadratmeter groß ist das Grundstück, auf dem das ehemalige Kloster Maria Hilf an der Hildener Straße mit 750 Quadratmeter Nutzfläche steht.

2136 Quadratmeter groß ist das Grundstück, auf dem das ehemalige Kloster Maria Hilf an der Hildener Straße mit 750 Quadratmeter Nutzfläche steht.

Dirk Thomé

2136 Quadratmeter groß ist das Grundstück, auf dem das ehemalige Kloster Maria Hilf an der Hildener Straße mit 750 Quadratmeter Nutzfläche steht.

Hochdahl. Es ist einer der architektonischen Höhepunkte des Stadtteils, ein Kleinod mit Geschichte, fernab vom Durchgangsverkehr: das ehemalige Kloster Maria Hilf in Trills. Wer über das nötige Kleingeld verfügt, kann in die dreigeschossige Villa hinter den teilweise denkmalgeschützten Klostermauer einziehen - seit einem dreiviertel Jahr steht das Gebäude zum Verkauf.

1907 zogen die Schwestern in das Kloster ein

1875 war die ehemalige Villa von Hüttenbesitzer Julius Schimmelbusch erbaut worden, die ab 1907 den Dominikanerinnen von Arenberg eine Heimat bot. Als in Hochdahl durch die schnelle industrielle Entwicklung in Eisenverhüttung und Kalkgewinnung die Einwohnerzahlen stiegen, wurde die Niederlassung der Schwestern in Hochdahl 1903 genehmigt, die mit den Jahren auf 20 Frauen anwuchs. Ihre Aufgaben: Krankenpflege, Beaufsichtigung von Kindern und die Leitung einer Handarbeitsschule für Mädchen.

Im Zweiten Weltkrieg entging das Kloster nur knapp der Zerstörung. Zuletzt lebten vor allem alte und kranke Schwestern in Maria Hilf, bevor 1988 die Zusammenarbeit zwischen Kloster und Gemeinde endete, und die Dominikanerinnen von Arenberg ihre Hochdahler Niederlassung auflösten. "Anfang der 1990er-Jahre wurde die Villa modernisiert und in einzelne Wohneinheiten mit insgesamt drei Eingängen aufgeteilt; zwei davon werden zurzeit als Büro genutzt", erzählt Hagen Schwarze von der gleichnamigen Immobilienfirma, die das Objekt vermarktet.

"Es gab bereits einige Interessenten. Die sind jedoch vor dem Renovierungsbedarf zurückgeschreckt", sagt Schwarze. Ein potenzieller Käufer müsse zunächst einmal eine sechsstellige Summe in die Hand nehmen. "Seit der Renovierung sind mittlerweile schließlich fast 20 Jahre vergangen."

Drei Meter hohe Stuckdecken und verzierte Türen

Wer sich davon nicht aufhalten lässt, den erwarten Raumhöhen von über drei Metern mit Stuck-elementen, verzierte Türen, Dielen- und Fliesenböden - ein repräsentatives Gebäude, das den Charme vergangener Epochen aufleben lässt. "Die Villa ist keine Kapitalanlage im herkömmlichen Sinn, sondern ein historisches Objekt mit Charakter, das auch städtebaulich interessant ist", schwärmt Schwarze. Wer das ehemalige Kloster Maria Hilf erwerben will, ist 880 000 Euro weit davon entfernt - so viel soll die Immobilie nämlich kosten.

Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1875 und verfügt über zehn Wohneinheiten auf einer Gesamtfläche von 750 Quadratmetern.

Der Kaufpreis beträgt 880000 Euro. Kontakt: Schwarze & Co Immobilien KG, Telefon 0211/9296890.

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