Weil die Stadt seinen Plänen nicht zustimmt, sucht der Eigentümer der ehemaligen Taxizentrale auf dem Bessemer Feld einen Käufer oder Mieter.

Objekt ohne Zukunft: Peter Baran, der Eigentümer der ehemaligen Taxizentrale auf dem Bessemer Feld.
Objekt ohne Zukunft: Peter Baran, der Eigentümer der ehemaligen Taxizentrale auf dem Bessemer Feld.

Objekt ohne Zukunft: Peter Baran, der Eigentümer der ehemaligen Taxizentrale auf dem Bessemer Feld.

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Objekt ohne Zukunft: Peter Baran, der Eigentümer der ehemaligen Taxizentrale auf dem Bessemer Feld.

Hochdahl. Eigentlich sollte schon vor zwei Jahren wieder Leben in die ehemalige Taxizentrale auf dem Bessemer Feld einziehen. Doch es tut sich nichts. Das 400 Quadratmeter große Gebäude mit dem angrenzenden 2000 Quadratmeter großen Grundstück hat zwar einen neuen Besitzer. Auch ist es picobello renoviert und quasi sofort bezugsfertig - doch immer noch steht die Immobilie leer.

Gekauft hat das Areal der Erkrather Peter Baran. Das war 2005: Bei der Zwangsversteigerung der Immobilie erhielten er und sein Bruder Gerd den Zuschlag - und fingen sofort an, zu investieren. Denn das Ziel des Duos war es, eine Mietwerkstatt samt Waschanlage für Motorräder und einen Verleih für Motorradanhänger einzurichten. Obendrein sollte eine Imbissbude wiederbelebt werden.

"Ein Imbiss ist mit dem Planungsrecht dort oben nicht vereinbar."

Arno Werner, Bürgermeister

An diesem Imbiss schieden sich jedoch die Geister. "Alles war okay - nur nicht der Imbiss", sagt Bürgermeister Arno Werner noch heute. "Ein Imbiss ist mit dem Planungsrecht dort oben nicht vereinbar." Nicht umsonst hatte die Stadt Erkrath ihrerseits versucht, die alte Taxizentrale samt Grundstück zu kaufen. "Wir wollten den Wildwuchs in dem Gewerbegebiet vermeiden", so Werner damals. Am Ende war es der Stadt allerdings zu teuer, bei der Versteigerung mitzubieten. Warum das Areal bis heute leer steht, wissen Werner und Kämmerer Heribert Schiefer derweil nicht. "Keine Ahnung".

"Der Imbiss war wesentlicher Bestandteil unserer Kalkulation."

Peter Baran, Eigentümer der Immobilie

Auf WZ-Nachfrage begründete Grundstücksbesitzer Peter Baran den Leerstand mit der schlechten wirtschaftlichen Lage im vergangenen Jahr. Denn nachdem man sich beim Thema "Imbiss" die Zähne ausgebissen hatte, sahen er und sein Bruder das Konzept gescheitert und den Nutzwert der Immobilie für die eigenen Zwecke als nicht mehr gegeben an. "Der Imbiss war wesentlicher Bestandteil unserer Kalkulation", sagt Peter Baran. Weil die Stadt ihnen dafür keine Genehmigung erteilt habe, "wollten wir das Wagnis der Selbstständigkeit schließlich nicht eingehen".

Seitdem steht das Gebäude also leer. "Wir hatten und haben zahlreiche Interessenten, die die Immobilie mieten oder kaufen wollten", sagt Peter Baran. Schließlich sei die Lage sehr gut, und das Objekt eigne sich hervorragend für einen kleinen, mittelständischen Betrieb. Aktuell verhandelt Peter Baran wieder mit einem Interessenten und sagt: "Ich hoffe sehr, dass wir dieses Jahr mehr Erfolg haben."

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