In der Kirche von St. Franziskus spielten zwei Musiker Harfe und Panflöte – und erzählten Wissenswertes über ihre Instrumente.

Isabel Moreton und Matthias Schlubeck gaben in der Kirche von St. Franziskus in Trills ein Konzert auf zwei Instrumenten, die eher selten zu hören sind.
Isabel Moreton und Matthias Schlubeck gaben in der Kirche von St. Franziskus in Trills ein Konzert auf zwei Instrumenten, die eher selten zu hören sind.

Isabel Moreton und Matthias Schlubeck gaben in der Kirche von St. Franziskus in Trills ein Konzert auf zwei Instrumenten, die eher selten zu hören sind.

Dirk Thomé

Isabel Moreton und Matthias Schlubeck gaben in der Kirche von St. Franziskus in Trills ein Konzert auf zwei Instrumenten, die eher selten zu hören sind.

Hochdahl. Das wohl bekannteste, speziell für die Panflöte erdachte und komponierte Stück ist der kurze, dafür markante Triller, mit dem Papageno aus Mozarts "Zauberflöte" auf sich aufmerksam macht. Ansonsten gibt es in der Musikliteratur wenig bis nichts, was eigens für dieses Instrument geschrieben worden wäre.

Ein Könner nimmt sich einfach, was es gibt

Einem Könner wie Matthias Schlubeck, 1973 in Wuppertal geboren, interessiert das wenig. Der "Botschafter der Panflöte", der sein fulminantes Können beim Konzert am Freitagabend in der katholischen Kirche St. Franziskus vor dicht belegten Bankreihen zeigte, nimmt einfach, was es an schöner Musik gibt - und interpretiert sie auf der Flöte. "Es ist wieder eine Mischung aus meditativen und fröhlichen, bekannten und unbekannten Werken", erklärte er zu Konzertbeginn.

Mit Johann Sebastian Bachs Kantate "Arioso" eröffnete er den Klangabend, der in der schönen Kirche einen besonders geeigneten Akustikraum hatte, mit einem überaus poetischen Stück ("Reverie d’esperance", zu deutsch in etwa "Träume der Hoffnung") schloss der Liederreigen.

Dazwischen gab es nicht bloß fröhliche Sonaten wie von Georg Philipp Telemann und Ohrwürmer wie Mozarts "Laudate Dominum". Dazwischen gewährte Deutschlands erster Musiker mit einem Hochschulabschluss im Fach Panflöte Einblicke in Geschichte und Beschaffenheit dieses Holzblasinstruments.

Um zu demonstrieren, in welchem Verhältnis die Größe des Hohlkörpers zu Tiefe des Tons steht, pustete er auf einer mit Wasser gefüllten Flasche, nahm daraus einen beherzten Schluck - und siehe da: wie angekündigt wurde der Ton tiefer. "Keine Angst, ich spiele ihnen jetzt aber nicht alle Töne und Tonarten vor", amüsierte er sein Publikum.

Auch Isabel Moreton, seine Partnerin an der Harfe, erklärte einiges zur Beschaffenheit ihres Musikinstruments und verblüffte mit Zahlen (47 Saiten aus Stahl, Darm und Nylon, sieben Pedale, 1,80 Meter Höhe, 40 Kilo Gewicht und rund 2500 Bauteile).

Interessanter noch als diese Details fanden die Zuhörer das Zusammenspiel der beiden - was durchweg überaus harmonisch war.

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