Der 42-Jährige soll ein Auto nach Russland verkauft und anschließend seiner Versicherung als gestohlen gemeldet haben.

Hochdahl. Am Mittwoch beginnt vor dem Amtsgericht Düsseldorf ein Prozess, den Erkraths Feuerwehrleute mit großem Interesse verfolgen dürften. Verantworten muss sich nämlich einer der ihren. Dem 42-Jährigen, der Mitglied des Trillser Löschzugs der Freiwilligen Feuerwehr ist, wird vorgeworfen, im Sommer 2002 einen Audi Avant 2.5 TDI im Wert von rund 20 000 Euro nach Weißrussland verkauft zu haben.

Das ist soweit nicht strafbar - die Staatsanwaltschaft wurde jedoch durch den vermeintlichen Versuch des Mannes und seiner 37Jahren alten Frau auf den Plan gerufen, den Wagen bei der Versicherung als gestohlen zu melden. Die zahlte allerdings keinen Cent aus, weil die Mitarbeiter Zweifel an der Darstellung des Angeklagten hatten. Statt dessen schalteten sich die Strafverfolgungsbehörden ein.

Im Falle der Verurteilung droht dem Angeklagten ein berufliches Fiasko: Der Mann, der nach Informationen der WZ bei der Berufsfeuerwehr in Köln beschäftigt ist, würde entlassen und außerdem seine Pensionsansprüche verlieren. Der Sprecher der Feuerwehr Köln mochte sich auf Nachfrage nicht zu dem Verfahren äußern.

Dass es erst knapp sieben Jahre nach der Tat zum Prozess kommt, ist nach Meinung von Stefan Coners, Richter am Amtsgericht, "nicht ungewöhnlich". Dafür könne es zahlreiche Gründe geben.

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