Gemeinsam mit Kindern wollen eine Aktionsgemeinschaft und Politiker eine Straßenkarte für Schüler und Eltern erstellen.

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Die Schulwege sollen sicherer werden. Daher wollen Schulen, Eltern und Politiker gemeinsam einen Plan erstellen.

Die Schulwege sollen sicherer werden. Daher wollen Schulen, Eltern und Politiker gemeinsam einen Plan erstellen.

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Die Schulwege sollen sicherer werden. Daher wollen Schulen, Eltern und Politiker gemeinsam einen Plan erstellen.

Hochdahl. Es ist eine Frage der Perspektive: Grundschulkinder betrachten ihren Schulweg ganz anders als Erwachsene, nehmen Geschwindigkeiten von Fahrzeugen anders wahr und bewerten Sichtprobleme an Straßen völlig unterschiedlich. Das hat auch Elmar Siebert festgestellt.

Der Sachbearbeiter für Straßen und Verkehrsangelegenheiten im Tiefbauamt hat Kinder der Grundschule Millrath bei einem Gang durch den Stadtteil begleitet. Mit dabei waren Eltern, Lehrer sowie ein Vertreter der Polizei. Nachdem die Dritt- und Viertklässler mit Hilfe einer Straßenkarte und eines Fragebogens bereits im Unterricht Probleme beschrieben hatten, gingen sie durch den Stadtteil, um vor Ort aufzuzeigen, wo sie sich nicht sicher fühlen.

Aktionsgemeinschaft will Sicherheit für Kinder schaffen

"Die Kinder haben Gehwege ausgemessen und mit einem Tempomessgerät die Geschwindigkeit von Autos überprüft", sagt Gerhard Paulus von der Aktionsgemeinschaft "Erkrather Kinder sicher unterwegs".

Gemeinsam mit der Wählergemeinschaft BmU hat die Aktionsgemeinschaft, zu der federführend auch Sabine Habel gehört, das Projekt Schulwegeplan von und für Kinder auf den Weg gebracht, dessen erstes Ergebnis kommende Woche im Ausschuss für Planung, Umwelt und Verkehr vorgestellt wird.

Denn nach der Begehung Millraths hat Sabine Habel den Forderungskatalog der Kinder zusammengestellt und an die Verwaltung weitergeleitet. Elmar Siebert hat sich des mehrseitigen Schreibens angenommen, die Sicht der Stadt hinzugefügt und erste Verbesserungen auf den Weg gebracht. "Wir haben zum Beispiel die Signalgeber an der Gruitener Straße in Höhe der Stadtwerke ausgewechselt", sagt Siebert. "Die waren veraltet und konnten mit Handschuhen nicht bedient werden."

Dem Wunsch nach breiteren Gehwegen kann die Stadt nicht so einfach nachkommen. "Dafür brauchen wir politische Beschlüsse", sagt der Fachmann aus dem Rathaus. "Das muss ja auch geplant und finanziert werden."

Nach zwei Jahren erfolgt eine Kontrolle

Inzwischen wurde mit den Schülern auch die Sandheide durchforstet, im Februar oder März geht es durch die Willbeck. Ziel von Aktionsgemeinschaft und BmU ist es, einen Schulwegeplan für das gesamte Stadtgebiet zu erstellen. Paulus: "Es gibt in Erkrath zehn Grundschulen - wir schaffen zwei im Jahr. Nach zwei Jahren wollen wir die Schulen wieder besuchen und überprüfen, was aus den Anregungen geworden ist."

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