Bronzeplatten und Kalksteine fehlen auf dem Hochdahler Markt. Zumindest die Scheiben sollen in den nächsten Wochen zurückkehren.

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Die Kalksteinfelsen warten auf dem Festplatz hinter dem Bürgerhaus auf eine mögliche Rückkehr.

Die Kalksteinfelsen warten auf dem Festplatz hinter dem Bürgerhaus auf eine mögliche Rückkehr.

Dirk Thomé

Die Kalksteinfelsen warten auf dem Festplatz hinter dem Bürgerhaus auf eine mögliche Rückkehr.

Hochdahl. Eigentlich gehören sie ja zusammen, die Kalksteinbrocken aus den Kalkwerken im nördlichen Neandertal und die 13 Bronzeplatten, die den Hochdahler Markt 23 Jahre lang zierten. Auf der sogenannten Marktzunge hin zur Karschhauser Straße in Nähe der Behindertenparkplätze waren die etwa fünf Kilogramm schweren Platten fest im Boden verankert.

Für die Sanierung des Hochdahler Marktes wurden sowohl die Kalkfelsen als auch die kreisrunden Bronzeplatten entfernt. Und weil das Pflaster in diesem Bereich bereits komplett erneuert ist und keine Lücken für die runden Platten zu erkennen sind, fragt sich unter anderem Udo Kampschulte, ob das Denkmal von der Stadt vergessen wurde. "Ich stelle mir als Bürger die Frage, ob das Wiederaufstellen des Denkmals überhaupt noch geplant ist", sagte Kampschulte, der auch erster Vorsitzender des Vereins Lokschuppen Hochdahl tätig ist, im Gespräch mit der WZ.

Das sei laut Tiefbauamtsleiter Heinz-Peter Heffungs definitiv der Fall. "Die Bronzeplatten werden wieder in das Pflaster eingelassen", versicherte er am Mittwoch. Weil man nicht um die 13 kleinen Denkmäler habe herum pflastern wollen, sei erst einmal durchplattiert worden. "Wir schneiden die Flächen für die Platten quasi aus dem Stein", erläuterte Heffungs. Er geht davon aus, dass dies im Zuge der Sanierungsarbeiten noch in diesem oder dem kommenden Monat geschehen wird. Wo die Bronzeplatten gelagert werden, wollte Heffungs nicht verraten. "Die sind sicher ausgelagert, damit sie nicht wegkommen und künftig irgendeinen Partykeller schmücken."

"Wir haben immer von den Bronzeplatten gesprochen, von den Findlingen war damals nicht die Rede."

Heinz-PeterHeffungs, Tiefbauamt

Diese Gefahr besteht bei den Kalksteinfelsen nicht. Die liegen zurzeit auf dem Festplatz hinter dem Bürgerhaus. Ob auch sie künftig den Hochdahler Markt wieder zieren werden, steht laut Heffungs noch nicht fest. "Wir sind im Gespräch mit dem Bürgerverein Hochdahl, zumindestens einen der Steine dort wieder aufzustellen ", sagte er.

Aus der Debatte um die Frage, ob die Kalkfelsen und die Bronzeplatten nicht zusammengehören, hält sich der Tiefbauamtsleiter allerdings raus. "Wir haben immer von den Bronzeplatten gesprochen, von den Findlingen war damals nicht die Rede."

Die 13 Bronzeplatten wurden 1987 ins Pflaster des Hochdahler Marktes eingesetzt. Geschaffen hat sie der Künstler Erwin Grüneschild, der sich bei Gestaltung der Platten an einem italienischen Lirestück orientiert hat. Herausgekommen ist dabei ein begehbares Denkmal als Abbildung der Hochdahler Heimatgeschichte. Denn die Platten zieren reliefartige Abbildungen zum Beispiel die einstige Eisenhütte, ein Konterfei von Johann Carl Fuhlrott und die Seilzuganlage zwischen Erkrath und Hochdahl.

Die Bronzeplatten stehen in Relation zu den Kalkfelsen, die ebenfalls 1987 auf dem Hochdahler Markt aufgestellt wurden.

Im August 2005 hatten Unbekannte eine der 13 Platten, die die Eisenhütte zierte, abmontiert und weggetragen. Das Objekt wurde kurze Zeit später ersetzt.

Und was ist aus der Skulptur und dem Brunnen geworden, die zentral auf dem Markt standen? Heffungs: "Die Skulptur liegt derzeit auf dem städtischen Bauhof. Nach der haben ja auch schon die Mitglieder des Planungsausschusses gefragt. Wir sind in Gesprächen über eine mögliche Wiederverwendung, natürlich auf dem Hochdahler Markt."

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