Das neue Programm „Alien Action“ bricht mit allem bisher Bekanntem.

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Das ist kein Alien, sondern Ralph Heinsohn. Einer der beiden Macher von „Alien Action“ stellte gestern im Stellarium das neue Programm vor, das gerade im Hintergrund abläuft.

Das ist kein Alien, sondern Ralph Heinsohn. Einer der beiden Macher von „Alien Action“ stellte gestern im Stellarium das neue Programm vor, das gerade im Hintergrund abläuft.

Dirk Thomé

Das ist kein Alien, sondern Ralph Heinsohn. Einer der beiden Macher von „Alien Action“ stellte gestern im Stellarium das neue Programm vor, das gerade im Hintergrund abläuft.

Hochdahl. Lehnen Sie sich zurück. Vergessen Sie alles, was Sie schon immer über Astronomie wissen wollten. Leeren Sie Ihr Hirn und öffnen Sie Augen und Ohren für einen Sinnesschmaus, dessen Qualität zielsicher am Verstand vorbei den Magen boxt.

"Wir wollen die Kunstszene aus dem Bereich Düsseldorf ansprechen."

Was da am kommenden Samstagabend im Planetarium des Bürgerhauses Premiere hat, ist ein grell-buntes, schräges und freches Gesamtkunstwerk. "Alien Action" rast als 50minütiger Videoclip mit einer Schnittfolge am Rande zur Körperverletzung über die neue 360-Grad-Kuppel des Planetariums, die diese Präsentationsform überhaupt erst ermöglicht. Sechs Filme werden gleichzeitig von acht Computer koordiniert und über die Beamer abgespielt. Kapazität der Show: ein Terabyte.

In einer Art Comic-Strip des Science-Fiction-Genres interpretiert "Alien Action" die alte Geschichte von den Marsbewohnern, die sich in die Erde verguckt haben. Als ihr eigener Planet erkaltet, konstruieren die Außerirdischen monströse Kampfroboter mit Batterieantrieb.

Die vergleichsweise steinzeitlich ausgerüstete terristrische Verteilungsmaschinerie kämpft aufopferungsvoll, aber vergeblich. Die Menschheit steht wie schon in "Krieg der Welten" vor der Vernichtung, als ihr ein Zufall das Überleben sichert: In "Alien Action" ist es die gelungene Variante von kraftlosen Kriegswerkzeug, dem der (Batterie-)Saft ausgeht.

"Unsere Zielgruppe sind Jugendliche ab zwölf Jahren", sagt Peter Richter, Vorsitzender der Sternwarte Neanderhöhe. So steht es auch offiziell im Programm. Ralph Heinsohn, einer der beiden Macher von "Alien Action", das bisher in lediglich sechs Stellarien in Deutschland gezeigt wird, wird deutlicher: "Wir wollen die Kunstszene aus dem Bereich Düsseldorf ansprechen."

Die neue Show wird erstmals am Samstag, 10. Januar, 20 Uhr, im Planetarium des Bürgerhauses aufgeführt. Weitere Termine stehen im Programmheft, das unter Telefon 02104/947666 angefordert werden kann.

Die Show dauert 50 Minuten. Sechs Filme werden parallel von Beamern unter die neue 360-Grad-Kuppel des Stellarium projiziert.

Zehn Euro.

Auch wer sich diesem Zirkel nicht zurechnet, sollte sich nicht Fehl am Platz fühlen, wenn am Samstag um 20 Uhr die "Alien-Nacht" im Stellarium beginnt. "Nach der Aufführung gibt es Sekt und Saft", so Richter. Und wer die Show anschließend ein zweites Mal sehen möchte, könne auch dies machen.

Keine Angst, denn eines ist sicher: Die Erde wird nicht die neue Heimat der Marsianer. Aber wie sieht es umgekehrt aus?

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