Im Bürgerhaus zeigten 30 Züchter aus Europa die schönsten Tiere der Rasse Komorner Tümmler.

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So sieht ein internationaler Titelträger aus: Mit dieser Komorner Tümmlertaube war ihr Besitzer aus Zürich angereist.

So sieht ein internationaler Titelträger aus: Mit dieser Komorner Tümmlertaube war ihr Besitzer aus Zürich angereist.

Dirk Thomé

So sieht ein internationaler Titelträger aus: Mit dieser Komorner Tümmlertaube war ihr Besitzer aus Zürich angereist.

Hochdahl. Woanders wird gerufen, bei Familie Wahnemühl wird gepfiffen. Und dass nicht einfach so, sondern im Zwitscherton. Den kennen nicht nur die Tauben, sondern auch deren Besitzer.

"Mein Mann weiß dann, dass es um die Vögel geht und kommt sofort", sagt Ursula Wahnemühl und lacht. Der Vorsitzende des Erkrather Rassegeflügelzüchtervereins züchtet selbst Komorner Tümmlertauben, und dass schon seit mehr als vier Jahrzehnten.

Diesmal musste er mit seinen gefiederten Schönheiten nicht weit reisen. Seit langem fand die Spezialschau der Komorner Tümmler wieder einmal in Erkrath statt.

Bereits vor 15 Jahren hatten sich die Züchter im Hochdahler Bürgerhaus getroffen. Dorthin waren auch diesmal 30 Aussteller aus Deutschland, der Schweiz und Ungarn angereist.

Die meisten waren etliche hundert Kilometer unterwegs, um den Preisrichtern ihre Komorner vorzuführen. "Die Liebhaber der Rasse sind schon Extremisten", weiß Karl Wahnemühl. Auch bei ihm selbst dreht sich fast alles um die Tiere mit dem besonders prächtigen Federkleid.

Mit dem ersten Hahnenschrei steht die Familie morgens im Taubenschlag, um die Tiere zu versorgen. Abends dasselbe Programm: Pfeifen, füttern und nach dem Rechten schauen.

Mehr als 60 Tauben versorgt Karl Wahnemühl, Ehefrau Ursula züchtet ebenfalls. Da stört es auch nicht, wenn sich im Alltag vieles um die gefiederten Mitbewohner dreht.

Im Gegenteil, der täglichen Sorge um die Vögel können die Wahnemühls so einiges abgewinnen. "Man hat natürlich seine Lieblinge, die schon ein bisschen zutraulicher sind", verrät Wahnemühl. Das sei eben genauso wie bei den Menschen: Manche sind netter, andere gehen schon mal resoluter zur Sache.

Zum Schluss landen sie allerdings trotzdem alle in der Suppe oder gebraten auf dem Mittagstisch. "Das ist mir lieber, als wenn ich die alten Tiere in fremde Hände gebe", sagt Wahnemühl. Bis dahin wissen die Komorner Tümmlertauben jedenfalls, dass sie einer besonders gutaussehenden Rase angehören.

Unbeeindruckt von den neugierigen Blicken der Besucher trugen sie ihr imposantes Federkleid zur Schau. Und noch etwas gehörte zu den besonderen Reizen der Ausstellung: Es gibt kaum ein entspannenderes Geräusch als das ruhige Gurren der Tauben.

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