Die Evangelische Gemeinde Hochdahl investiert 100 000 Euro in die Sanierung der Anlage hinter der Neanderkirche.

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Sobald es wärmer wird, beginnen auf dem Waldfriedhof am Neanderweg die Sanierungsarbeiten.

Sobald es wärmer wird, beginnen auf dem Waldfriedhof am Neanderweg die Sanierungsarbeiten.

Dirk Thomé

Sobald es wärmer wird, beginnen auf dem Waldfriedhof am Neanderweg die Sanierungsarbeiten.

Hochdahl. Stille, Entspannung, Zeit fürs freie Spiel der Gedanken - für viele Menschen sind Friedhöfe keine Orte von Tod und Trauer, sondern lebensbejahende Stätten. In diese Kategorie der Friedhöfe fällt eindeutig der evangelische am Neanderweg, den allein die Nähe zum Neandertal als Ausgangspunkt für kurze und längere Spaziergänge prädestiniert.

Die Gemeinde weiß um die Qualität ihres Areals und lässt es sich daher etwas kosten, die zu erhalten. Rund 100 000 Euro, um genau zu sein. So viel wird in den kommenden drei Monaten, bis Ende März, in den Ausbau der Wege samt Asphaltbelag, das Anlegen einer neuen Grabanlage und in die Pflege der 100 Jahre alten Birken investiert. "Dazu gehört auch das Fällen von den Bäumen, die nicht zu erhalten sind", sagt Norbert Goebel, Sprecher des Presbyteriums.

Hinter der Totenhalle wird auf 300 Quadratmeter der Wiese eine Grabanlage - vor allem für Urnen - angelegt. "Es wird sich dabei jedoch nicht um anonyme Gräber handeln", so Goebel. Die Gemeinde trägt damit dem ungebrochenen Trend hin zu dieser Bestattungsform Rechnung.

Die Gelder für Pflege und Sanierung des Friedhofs, der nicht den kommunalen Teil östlich der Kirche mit einbezieht, kommen ausschließlich aus Hochdahl. "Die Landeskirche hat da nichts zugegeben. Das sind unsere eigenen Finanzmittel", sagt Goebel.

Die für den Friedhof anzuzapfen sei als Sicherung bestehender Werte zu verstehen. "Noch haben wir das Geld, um so etwas zu machen." Es jetzt auszugeben, bedeute, für die nächsten 40 Jahre Ruhe zu haben.

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