Besonders Bewerber für das Hotel- und Gaststättengewerbe haben gute Chancen.

Besonders Bewerber für das Hotel- und Gaststättengewerbe haben gute Chancen.
Rainer Schulte, Azubi Simon Naudzus, Isabel Hausmann und Marcus Kowalczyk (v.l.) werben im Waldhotel für die Arbeit im Hotel- und Gaststättengewerbe. Hier gibt es viele Ausbildungsmöglichkeiten.

Rainer Schulte, Azubi Simon Naudzus, Isabel Hausmann und Marcus Kowalczyk (v.l.) werben im Waldhotel für die Arbeit im Hotel- und Gaststättengewerbe. Hier gibt es viele Ausbildungsmöglichkeiten.

Dietrich Janicki

Rainer Schulte, Azubi Simon Naudzus, Isabel Hausmann und Marcus Kowalczyk (v.l.) werben im Waldhotel für die Arbeit im Hotel- und Gaststättengewerbe. Hier gibt es viele Ausbildungsmöglichkeiten.

Kreis Mettmann. Nach und nach starten die neuen Auszubildenden in das Berufsleben und damit in eine besonders spannende Zeit. Rainer Schulte, Hoteldirektor des Waldhotels Heiligenhaus, bietet sogar noch freie Ausbildungsplätze an. „Wir haben noch drei freie Plätze. Hier im Waldhotel können die Jugendlichen Hotelfachmann, Restaurantfachmann und Koch lernen“, sagte Schulte. Allerdings kommen viele Bewerber mit den falschen Vorstellungen und Erwartungen ins Waldhotel. Schulte: „Viele sagen, sie wollen eine Ausbildung zum Hotelmanager machen. Sowas geht einfach nicht. Man muss mit den Grundlagen anfangen und jeden Prozess in einem Hotel kennen. Dann gibt es genug Aufstiegsmöglichkeiten.“

„Die Leidenschaft für den Beruf muss da sein.“

Rainer Schulte, Hoteldirektor

Marcus Kowalczyk ist der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit in Mettmann. Er sieht das gleiche Problem wie Rainer Schulte: „Im Hotel- und Gaststättengewerbe gibt es tolle Berufe, doch viele Jugendliche können sich nicht wirklich etwas darunter vorstellen.“

Deshalb ist der Hoteldirektor als Ausbildungsbotschafter in NRW auf vielen Berufsmessen und ähnlichen Veranstaltungen unterwegs. Die Jugendlichen, die sich im Waldhotel bewerben, lädt er grundsätzlich alle zu einem Gespräch ein. „Ich beurteile erst einmal niemanden auf dem Papier. Gerade in handwerklichen Berufen kommt es oft auf andere Qualitäten an. Die Leidenschaft für den Beruf muss da sein“, so Schulte. Einstellungstests wurden im Hotel schon vor einiger Zeit eingestellt, da nach diesen Tests keiner der Bewerber in Frage kam. „Sowohl die Erwartungen der Jugendlichen an ihre Ausbildung als auch das Bewerbungssystem muss aneinander angepasst werden“, sagte Rainer Schulte. Generell zeichne sich ab, dass viele Jugendliche ein breiteres, aber dafür nicht so tiefgehendes Wissen wie noch vor einigen Jahren hätten.

Arbeitsmarkt im Kreis Mettmann ist in guter Verfassung

Genau an dieser Anpassung und an Kommunikation zwischen Betrieb und Auszubildenden arbeitet Isabel Hausmann, die stellvertretende Geschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes Nordrhein mit der Initiative „Ausbildung mit Qualität“. Dabei unterschreiben Betrieb und Auszubildender festgelegte Leitsätze. Der Auszubildende wird in regelmäßigen Abständen anonym zur Einhaltung dieser Leitsätze befragt. „Fairness, Toleranz und Respekt sind hier ganz wichtig. Die Auszubildenden sollen in den Betrieben auch wirklich Auszubildende sein und lernen. Wir achten auch darauf, dass die Gesetze eingehalten werden. Viele Jugendliche haben da gerade im Hotel- und Gaststättengewerbe große Bedenken“, sagte Hausmann.

Marcus Kowalczyk ging auf die Arbeitslosenzahlen für den Kreis Mettmann ein. Der Arbeitsmarkt sei in einer guten Verfassung. Im September konnten 1147 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden, das sind 16,2 Prozent mehr als im August. Der September ist ein günstiger Monat, um in den Arbeitsmarkt zu finden. Die Geschäfte nehmen nach den Ferien Fahrt auf, Unternehmen suchen Fachkräfte. „Besonders freue ich mich über den Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit. Wenn wir es schaffen, junge Menschen nach der Ausbildung in einer dauerhaften Beschäftigung unterzubringen, haben wir unser Ziel erreicht“, stellt Kowalczyk fest.

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