Seit Juli leitet Hanno Grannemann das Gymnasium.

Hanno Grannemann hat Freude an der Position des Schulleiters. Auch wenn er es bedauert, weniger zu unterrichten.
Hanno Grannemann hat Freude an der Position des Schulleiters. Auch wenn er es bedauert, weniger zu unterrichten.

Hanno Grannemann hat Freude an der Position des Schulleiters. Auch wenn er es bedauert, weniger zu unterrichten.

Michael Nacke

Hanno Grannemann hat Freude an der Position des Schulleiters. Auch wenn er es bedauert, weniger zu unterrichten.

Mit dem neuen Schulleiter Hanno Grannemann ist frischer Wind ins Heinrich-Heine-Gymnasium eingezogen. Seine Kollegen schätzen seinen Teamgeist. „Er ist offen und gewissenhaft“, sagt Sportlehrer Frank Mielke und spricht für viele.

Grannemann (42) hat im Juli 2014 die Nachfolge von Sabine Thomas angetreten, die in den Ruhestand gegangen ist. Die neue Aufgabe als Schulleiter ist für den gebürtigen Solinger, der in Langenfeld aufgewachsen ist, so neu nicht. Immerhin war er bereits drei Jahre zuvor stellvertretender Schulleiter am HHG und hatte 2007 auf einem Gymnasium in Montabaur ebenfalls als Vizechef gearbeitet.

Grannemann gibt nur noch sechs Stunden in der Woche

Die Aufgabe als Schulleiter macht ihm Freude. Er muss quasi als Manager die Schule organisieren. Aber: Zeit für Unterricht bleibt da kaum. „Ich unterrichte derzeit sechs Stunden in der Woche. Das bedauere ich ein wenig.“ Grannemann hat Deutsch, Geschichte und Latein studiert. Der Sohn eines Richters und einer Lehrerin wollte eigentlich Redakteur werden, gesteht er. Doch dann entschloss er sich zunächst Medienwissenschaften und Germanistik zu studieren. Aber: „Ich war enttäuscht über die Inhalte“, sagt er. Also sattelte er um und studierte neben Germanistik die Fächer Geschichte und Latein. Grannemann, der sein Leben lang gerne gelesen hat und gerne liest, empfand das Studium als zusätzliche Bereicherung. Und Latein? „Schon als Schüler fand ich Latein toll“, sagt er und lacht. Nach dem 1. und 2. Staatsexamen ging er auf eine Privatschule in Krefeld. Er wechselte ab 2001 an mehrere Schulen und übernahm schon dort Verantwortung. 2011 kam er dann nach Metzkausen zum HHG.

Schule habe sich in den vergangenen 20 Jahren erheblich verändert, sagt Hanno Grannemann. „Wir arbeiten heute mehr schülerzugewandt, lassen keinen Schüler hängen, sondern versuchen, ihn zu fördern und mitzunehmen.“

Die Herausforderungen sind gestiegen: „Heute liegt der Anteil der Schüler, die von der Grundschule ans Gymnasium wechseln bei 50 Prozent. Vor 20 Jahren waren das 30 Prozent.“

Heresbach-Gymnasium ist positive Konkurrenz

Und: Die Zahl der Schüler mit Migrationshintergrund hat im Vergleich zu früher zugenommen. Grannemann weiß um den zusätzlichen Förderbedarf und um die immer enge werdende Verbindung zwischen Schüler, Lehrer und Eltern. Ein Dialog, der den er ausdrücklich begrüßt.

Den Kontakt zum Konrad-Heresbach-Gymnasium bezeichnet Hanno Grannemann als „gut“. „Wir tauschen uns regelmäßig aus.“ Es herrsche eine „positive Konkurrenz“.

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