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Mettmann. Vier junge Männer haben im Dezember 2016 einen betrunkenen Jugendlichen bestohlen. Das haben Ermittlungen der Polizei ergeben:

Ein 16-jähriger Schüler erlitt aufgrund des ausufernden Konsums eine Alkoholvergiftung und war zu fortgeschrittener Stunde nicht mehr in der Lage, auf sich und seine mitgeführten Wertgegenstände aufzupassen. Die hilflose Lage des sich mehrfach übergebenden Jugendlichen nutzte ein Teil der Anwesenden aus und entwendete dessen Handy, das Portemonnaie samt Bargeld sowie eine Lausprecherbox.

Als der 16-Jährige das Bewusstsein verlor, entschied sich die Gruppe zunächst, dem Schüler keine Hilfe zu holen. Stattdessen ließ man ihn bei winterlichen Temperaturen auf dem Boden liegen. Zu groß war die Sorge der älteren Jugendlichen, dass sie bezüglich der Abgabe des Alkohols an den Minderjährigen bestraft werden würden. Glücklicherweise besann sich ein kleiner Teil der Beteiligten dann doch noch und rief dem bewusstlosen Jungen den dringend benötigten Rettungswagen.

Die ärztliche Hilfe kam keine Sekunde zu früh. Im Rahmen der Erstversorgung wurden bei dem 16-Jährigen ein hoher Alkoholisierungsgrad sowie eine Unterkühlung festgestellt. Er musste stationär im Krankenhaus aufgenommen werden, konnte jedoch einige Tage später das Krankenhaus - ohne gesundheitliche Folgeschäden - wieder verlassen.

Hier hätte die Geschichte mit einem herzlichen Dankeschön an die couragierten Retter und einem positiven Beitrag zum Thema Zivilcourage enden können, teilt die Polizei mit.

Die Ermittlungen haben aber ergeben, dass es auch dieselben Jugendlichen waren, die dem 16-Jährigen an dem Abend seine Wertsachen entwendeten. Die vier jungen Männer müssen sich nun wegen eines besonders schweren Fall des Diebstahls verantworten. Sowohl Handy und Portemonnaie als auch die Lautsprecherbox wurden dem Geschädigten mittlerweile zurückgegeben.

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