Die Haftung für die Teilnehmer während der An- und Abfahrt war nicht geklärt.

Gruiten. Routinierten Zugbesuchern wird es nicht entgangen sein: In diesem Jahr fuhr kein Mottowagen aus Gruiten beim Familien-Karnevalszug mit.

Versicherungstechnische Gründe sind es laut Joachim Raitor, die die Teilnahme verhinderten. Er weist darauf hin, dass es nicht der Dorffest-Verein ist, der sich alljährlich dem närrischen Treiben angeschlossen hat, sondern eine nicht organisierte Personengruppe, die sich mit Unterstützung des Dorffest-Vereins am Haaner Treiben beteiligte. Diese Aktionsgruppe organisierte laut Raitor in der Regel den Wagenbau und die Zugteilnahme, der Dorffest-Verein sicherte unter anderem die Finanzierung.

Das Problem laut Joachim Raitor: Die sechs bis acht Personen aus diese Aktionsgruppe fuhren immer auf dem Mottowagen von Gruiten nach Haan. Diese Personenbeförderung auf einem einachsigen Bauernanhänger sei nach der Straßenverkehrsordnung absolut verboten.

Raitor: "Die Aktionsgruppe hat in diesem Jahr selbst die Teilnahme am Haaner Karnevalsumzug abgesagt - nicht der Dorffest-Verein, weil man ihr mitgeteilt hat, dass sie für diese unerlaubten An- und Abfahrten das Haftungsrisiko selbst tragen müsse. Das Problem wäre gelöst, wenn diese Personengruppe, in deren alleiniger Hand die An- und Abfahrten und die Beteiligung des Gruitener Mottowagens liegen, von ihrer bisherigen Verfahrensweise abrücken würden." Raitor bedauert, dass es in 2010 keinen Gruitener Mottowagen gibt, hofft aber, dass für die bestehenden Probleme mit der Personengruppe gemeinsame Lösungen gefunden werden.

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