Weil das Geld für Bauarbeiten fehlt, könnte sich der Bau der Mensa – so Befürchtungen – um ein Jahr verschieben.

Schön sieht anders aus: Schon seit Monaten hängen Kabel von der Decke herab. Für die Fortführung der Arbeiten fehlt das Geld.
Schön sieht anders aus: Schon seit Monaten hängen Kabel von der Decke herab. Für die Fortführung der Arbeiten fehlt das Geld.

Schön sieht anders aus: Schon seit Monaten hängen Kabel von der Decke herab. Für die Fortführung der Arbeiten fehlt das Geld.

Stefan Fries

Schön sieht anders aus: Schon seit Monaten hängen Kabel von der Decke herab. Für die Fortführung der Arbeiten fehlt das Geld.

Haan. Dass Brandschutzmaßnahmen oft nur zweckmäßig sind und keinerlei Ansprüche an ästhetische Maßstäbe stellen, lässt sich zurzeit besonders gut auf den Fluren des Schulzentrums Walder Straße betrachten. Dort hängen seit einigen Monaten Kabel und Strippen von den Decken.

"Wir haben dort in einem ersten Schritt so genannte Brandlasten aus den Fluren entfernt", sagte Ute Eden, Leiterin des städtischen Gebäudemanagements, auf WZ-Nachfrage. Sprich: Die schnell entflammbaren Holzdecken wurden entfernt. Viel mehr ist in dem großen Gebäude der beiden Schulen bislang nicht passiert, obwohl mehr längst geplant war.

460 Schüler sollten vom Sommer an in der Mensa zu Mittag essen

Im Mittelpunkt steht ein neuer zentraler Ganztagsbereich, der von Real- und Hauptschülern gemeinsam genutzt werden soll. Liegen wird er zwischen der im Obergeschoss befindlichen Realschule und der im zweiten Untergeschoss gelegenen Hauptschule neben dem bereits vorhandenen pädagogischen Zentrum. 460Schüler sollen dort ab dem Sommer in zwei Schichten ihr Mittagessen einnehmen - so die Planungen aus dem Vorjahr.

Ob der Zeitplan eingehalten wird, ist fraglich. Der Grund liegt an der Haushaltslage. Die bedingt, dass die Stadt ihre großen Investitionen von der Kommunalaufsicht, also vom Landrat, genehmigen lassen muss.

Ganz oben auf der Prioritätenliste steht der Neubau der Grundschule Mittelhaan, gefolgt von dem Teilneubau der Feuerwache an der Nordstraße. An dritter Stelle folgt der Mensa-Bau im Schulzentrum.

In den Sommerferien soll mit den Umbaumaßmaßnahmen am Schulzentrum Walder Straße, in dem die Emil-Barth-Realschule und die Hauptschule zum Diek untergebracht sind, begonnen werden. Neben dem Bau und der Einrichtung einer Mensa soll der neue Ganztagsbereich im Obergeschoss mit einer Mediothek (Bibliothek und Computerräume) und im Untergeschoss mit einem Aufenthaltsraum ausgestattet werden. Darüber hinaus sollen die Räume für den naturwissenschaftlichen Unterricht auf den neuesten Stand gebracht werden.

Flucht- und Rettungswege müssen den aktuellen Vorschriften des Brandschutzes angepasst, Rauchtüren erneuert, schwer entflammbare Bodenbeläge verlegt, nicht brennbare Unterdecken eingezogen und zwei neue Rettungswege aus den Aufenthaltsräumen angelegt werden.

Die Gesamtkosten der Maßnahme im Schulzentrum liegen bei 5,1 Millionen Euro.

"Wir brauchen auch für dieses Projekt die Abstimmung mit der Kommunalaufsicht", bestätigte Dagmar Formella jetzt auf Nachfrage von CDU-Ratsherr Dieter Gräßler und versicherte, dass die Stadt nach der Ratssitzung am Dienstag Kontakt zum Kreis aufnehmen werde, um die Maßnahme an der Walder Straße fortsetzen zu können. "Wir befinden uns in der vorläufigen Haushaltsführung", erläuterte sie. Die Mittel für den Brandschutz seien bereits 2009 freigegeben worden, für die Fortsetzung der Arbeiten im Schulzentrum brauche die Stadt eine Genehmigung.

Zeitlich begrenzt oder um Monate verschoben?

"Die Unterbrechung der Bauarbeiten ist zeitlich begrenzt", versicherte sie. Wenn mit dem Mensa-Bau in den Sommerferien begonnen werden soll, müssen im März die Ausschreibungen verschickt werden. Voraussetzung dafür: Freigabe der Mittel.

Reinhold Mertens, Leiter der Emil-Barth-Realschule, und sein Kollege Markus Helf, Leiter der Hauptschule zum Diek, stehen in engem Kontakt sowohl zur Kämmerei als auch zum Gebäudemanagement. Sie befürchten mehr als nur eine zeitlich begrenzte Pause der Baumaßnahme: "Es könnte eine Verschiebung um zwölf Monate bedeuten."

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