Freizeit: Haan plant, sich mit 60000 Euro am Bau an einer 100 Kilometer langen Radfahr- und Wandertrasse zu beteiligen.

Breit, eben und ein Blick bis zum Horizont: So könnte die Trasse aussehen, an der sich Haan mit einem 400 Meter langen Teilstück beteiligen möchte.
Breit, eben und ein Blick bis zum Horizont: So könnte die Trasse aussehen, an der sich Haan mit einem 400 Meter langen Teilstück beteiligen möchte.

Breit, eben und ein Blick bis zum Horizont: So könnte die Trasse aussehen, an der sich Haan mit einem 400 Meter langen Teilstück beteiligen möchte.

Breit, eben und ein Blick bis zum Horizont: So könnte die Trasse aussehen, an der sich Haan mit einem 400 Meter langen Teilstück beteiligen möchte.

Haan. Die Aussicht klingt verlockend: Vom Rhein radelt oder wandert man über Haan quer durch Wuppertal mit bestem Blick auf die Stadt bis an die Ruhr. Und statt der zahlreichen Hügel muss man eine maximale Steigung von zwei bis drei Prozent überwinden, um vom Rheinland ins Ruhrgebiet und umgekehrt zu gelangen.

Ohne Haan tut sich eine Lücke auf

Haan könnte bei der Realisierung dieser Vernetzung von Radwegen eine große Rolle spielen, auch wenn auf dem Gebiet der Stadt lediglich 400 Meter der Strecke verlaufen. "Das ist ein regionales Verbundprojekt mit überörtlicher Bedeutung. Eine Aufgabe des Projekts in Haan würde eine Lücke bedeuten", sagt Technischer Dezernent Matthias Buckesfeld.

Aus Richtung Wuppertal kommt die sogenannte Nordbahntrasse, die Vohwinkel mit Schee im Osten verbindet. Die Korkenzieherbahn, die ehemalige Bahnstrecke zwischen Solingen und Vohwinkel, wurde im Rahmen der Regionale in weiten Teilen zu einem Fuß- und Radweg ausgebaut.

Gruiten könnte, wenn die Trassen weiter ausgebaut werden, zu einem Knotenpunkt zwischen Korkenzieher- und Nordbahntrassen werden. "Wir bilden den westlichen Abschnitt des Netzes, bei uns würden sich die Radfahrer in alle Himmelsrichtungen verteilen", sagt Matthias Buckesfeld.

Während Wuppertal die entsprechenden Flächen bereits von der Deutschen Bahn erworben hat, muss die Stadt noch mit der Bahn über den Kaufpreis und die Strecke verhandeln. Ginge es nach Buckesfeld, würden die Gespräche und der Kauf noch in diesem Jahr stattfinden. Die Baumaßnahme könnte dann im kommenden Jahr realisiert werden. "Aber der Zeitplan hängt zu 100 Prozent von unserem Vertragspartner, der Bahn, ab", sagt er.

11000 Quadratmeter Gründstücke für 400 Meter der Trasse

Der Bergische Trassenverbund mit der Rheinischen Strecke (Nordbahntrasse) stellt laut Technischem Dezernenten Matthias Buckesfeld durch seine innerstädtische (Wuppertal) und überregionale Vernetzung von Fahrradwegen auf ehemaligen Bahntrassen einen boomenden (Tourismus-)Wachstumsmarkt für das Bergische Städtedreieck, aber auch für den Kreis Mettmann und die Stadt Haan dar. Durch die entsprechenden Lückenschlüsse, unter anderem auf Haaner Stadtgebiet, werden mehr als 100 Kilometer hochwertiger Fahrrad- und Freizeitstrecken geschaffen.

Das 400 Meter lange Haaner Teilstück liegt in Gruiten im Bereich Wibbelrather Weg auf einer Fläche von etwa 11000Quadratmetern. Auf diesem Trassenstück soll ein befestigter, geschotteter, in Teilbereichen eventuell auch asphaltierter, drei Meter breiter Weg entstehen.

Die Wuppertalbewegung wurde am 6. Februar 2006 in Wuppertal von 21 Bürgern gegründet und engagiert sich für die Reaktivierung der Nordbahntrasse in Wuppertal zu einem Fuß- und Radweg.

Die alte Trasse verläuft in Vohwinkel an der Stadtgrenze zu Gruiten entlang des Ludgerwegs und trifft dann auf den Wibbelrather Weg in Haan. "Wir brauchen 400 Meter der Strecke und wollen dafür rund 11000 Quadratmeter erwerben", sagt Buckesfeld.

55000 bis 60000 Euro stehen dafür in Absprache mit der Kämmerin im Haaner Haushalt. "Wenn wir gut verhandeln, müssen wir keinen eigenen kommunalen Anteil leisten", sagt der Beigeordnete. Er hofft für die Stadt auf Fördergelder vom Land und Zuschüsse vom Verein Wuppertalbewegung, der die Realisierung der Nordbahntrasse in Wuppertal als Geh- und Radweg unermüdlich vorantreibt.

Buckesfeld weist aber auch daraufhin, dass der Rat der Stadt Haan der Verwaltung lediglich signalisiert habe, in Sachen Radwege weiterzuarbeiten. Einen entsprechenden Beschluss gibt es nicht. "Wir bringen das Thema jetzt über den Haushalt ein und wollen dann sehen, was die Verhandlungen in diesem Jahr bringen."

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