Nachgehakt: Der Angriff mit dem Elektroschocker jährt sich am Donnerstag

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Eine Überwachungskamera filmte den Überfall dieses Mannes auf eine Frau.

Eine Überwachungskamera filmte den Überfall dieses Mannes auf eine Frau.

Eine Überwachungskamera filmte den Überfall dieses Mannes auf eine Frau.

Haan. Ein unauffälliger Mann betritt das Hochhaus an der Straße Auf den Schollen. Er geht direkt zum Aufzug. Hinter ihm betritt eine Frau das Gebäude, wendet sich erst den Briefkästen zu, dann geht auch sie zum Aufzug. Der Mann betritt den Fahrstuhl zuerst, die Frau folgt ihm. Es fällt kein Wort. Während sich der Lift in Bewegung setzt, greift der Mann in seine dunkle Stofftasche, zückt einen Elektroschocker und greift die Frau an.

Immer noch spricht der Unbekannte kein Wort. Sein Opfer wehrt sich, will sich dem Täter nicht aussetzen, schiebt ihn von sich und drückt ihm die Finger in die Augen. Im zehnten Stock hält der Aufzug, der Mann ergreift die Flucht. Wenig später verlässt er das Haus auf dem Weg, auf dem er es betreten hat. Die 41-Jährige wird bei dem Überfall verletzt, muss später im Haaner Krankenhaus stationär behandelt werden.

Ein Jahr ist es her, dass dieser rätselhafte Überfall stattfand, der im Eingangsbereich sowie im Aufzug des Hochhauses komplett aufgezeichnet wurde. Anfang November 2008 wurde der Fall sogar in die ZDF-Fernsehsendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" behandelt, nachdem alle anderen Möglichkeiten, den Täter zu finden, ausgeschöpft waren. Einige Anrufe gingen damals bei der Polizei ein, zum Täter führte aber keiner der Hinweise.

Ein Gutachter verglich Bilder des Täters mit denen von Verdächtigen

"Ein Gutachter hat die Bilder des Täters aus der Überwachungskamera im Aufzug mit denen der Verdächtigen verglichen", sagt Erich Olinger, Leiter des Kriminalkommissariats Hilden/Haan. "Es wurden aber keine Ähnlichkeiten festgestellt." Damit bleibt weiter unklar, warum der Mann die Frau angegriffen hat. Wollte er Geld oder plante er im schlimmsten Fall eine Vergewaltigung? Die Polizei tappt nach wie vor im Dunklen. "So ein Fall ist mir bisher nicht untergekommen", sagt Olinger.

Das Opfer, die 41 Jahre alte Frau, beschrieb den Mann wie folgt: 60 bis 65 Jahre alt, etwa 1,85 Meter groß und schlank. Sein Gesicht ist schmal, seine Nase lang. Zur Tatzeit am Mittwoch, 20. August, 2008, 18 Uhr, trug er seine grau melierten Haare kurz. Er trug eine dunkle Stofftasche mit sich, in der sich der Elektroschocker befand.

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