Mit dem Startschuss strömen die Besucher herbei. Fahrgeschäfte und Stände sind dicht umlagert.

Dichtes Gedränge herrschte vor allem am Samstagabend auf der Kaiserstraße, der Hauptmeile der Kirmes. Bis Dienstag rechnen die Veranstalter mit über 400 000 Besuchern.
Dichtes Gedränge herrschte vor allem am Samstagabend auf der Kaiserstraße, der Hauptmeile der Kirmes. Bis Dienstag rechnen die Veranstalter mit über 400 000 Besuchern.

Dichtes Gedränge herrschte vor allem am Samstagabend auf der Kaiserstraße, der Hauptmeile der Kirmes. Bis Dienstag rechnen die Veranstalter mit über 400 000 Besuchern.

Stefan Fries

Dichtes Gedränge herrschte vor allem am Samstagabend auf der Kaiserstraße, der Hauptmeile der Kirmes. Bis Dienstag rechnen die Veranstalter mit über 400 000 Besuchern.

Haan. Eigentlich läuft der erste Tag der Haaner Kirmes jedes Jahr gleich ab: Drei Böllerschüsse fallen, Freibier wird ausgeschenkt, und die Schausteller eröffnen ihre Fahrgeschäfte und Imbissbuden.

Dennoch ist der Kirmesbeginn für die Haaner etwas Besonderes. Das Volksfest bringt Leben in die Innenstadt und verwandelt sie in eine bunte Welt aus blinkenden Lichtern, süßen Düften und abenteuerlichen Karussells.

Alte Bekannte treffen sich wieder, man sieht und wird gesehen. Die Gerüchteküche kocht, und was immer sich auf der Kirmes zuträgt, ist später Stadtgespräch.

An diesem Wochenende kam auch noch das Wetter hinzu. Für den Kirmessamstag hätten sich die Haaner kein besseres Wetter wünschen können: strahlend blauer Himmel und Temperaturen um die 20 Grad. Kein Wunder also, dass die Fahrgeschäfte dicht umlagert waren - vor allem die Neuheiten.

"Ich hab mich die ganze Zeit an meinem Mann festgeklammert."

Bärbel Beister nach ihrer Fahrt mit dem "Sky Dance"

Eine ganze Traube faszinierter Zuschauer hatte sich am Samstagabend vor dem 50 Meter hohen Kettenflieger "Sky Dance" am Rathaus versammelt. "Wir müssen da drauf!", sagte die 18 Jahre alte Luisa Brüggemann begeistert - ihre Freundin Christa Görke war anderer Meinung: "Ne, da gehe ich nicht drauf, das ist mir zu hoch."

Bessere Überredungskünste hatte Bernd Beister bei seiner Frau Bärbel geleistet. "Ich wollte ja eigentlich nicht, bin aber dann doch mit. Das war vielleicht hoch. Ich hab mich die ganze Zeit an meinem Mann festgeklammert", erzählte die Wuppertalerin. Ihr Mann schien da entspannter: "Da waren die Karussells mit Loopings schlimmer. Das ,Sky Dance’ ist wie ein Kettenkarussell, nur höher - und die Aussicht ist wirklich grandios."

Von der Aussicht war auch Axel Hauck beeindruckt, der sich mit der elf Jahre alten Katharina getraut hatte. "Die vier Euro sind es wert, es hat Spaß gemacht", sagte der Haaner. "Ja, es war echt schön", stimmte Katharina zu. "Vorher hatte ich zwar schon ein bisschen Angst, aber jetzt geht’s wieder."

Ganz so schwindelerregend, wie es von unten aussieht, scheint das "Sky Dance" also doch nicht zu sein. Zudem werden die Fahrgäste mit Metallstangen über und zwischen den Beinen gesichert. "Nein, Angst, dass ich rausfliegen könnte, hatte ich nicht. Aber bei der Schnelligkeit hatte ich Sorge, dass es mir die Schuhe wegfegt", so Kirmesbesucherin Annette Kickton lachend.

"Star Gate" und "Rocket": Nichts für Zartbesaitete

Weniger harmlos wirken die Fahrgeschäfte am Neuen Markt: Das "Star Gate" wirbelt in alle Richtungen, und das "Rocket" dreht sich und schaukelt gleichzeitig von einer Seite zur anderen. Auch das "Shake & Roll" ist nichts für Zartbesaitete: "Man überschlägt und dreht sich. Hinterher ist einem meist schlecht", sagte der 26-jährige Kotsene Loumonvi. "Ich mag’s trotzdem."

Anzeige

 

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer