Vier Studenten gründeten eine Firma, die Cocktailgetränke in Dosen verkauft. Drei Sorten sind im Angebot.

Quartett mit Dosen (v.l.): Christina Eistert, David Niebel, Julia Cedrati und Philipp Mudersbach.
Quartett mit Dosen (v.l.): Christina Eistert, David Niebel, Julia Cedrati und Philipp Mudersbach.

Quartett mit Dosen (v.l.): Christina Eistert, David Niebel, Julia Cedrati und Philipp Mudersbach.

Stefan Fries

Quartett mit Dosen (v.l.): Christina Eistert, David Niebel, Julia Cedrati und Philipp Mudersbach.

Haan. So erfrischend die Getränke, die sie verkaufen, so spritzig sind die Ideen der jungen Unternehmer: Canco Beverages GmbH heißt die Haaner Firma, die von einer vierköpfigen kreativen Studentengruppe gegründet wurde, um Cocktails in Dosen zu vermarkten.

Die schlanken, silbernen Dosen in modernem Design stehen noch bis Karnevalsbeginn in insgesamt fünf Trinkgut-Filialen verschiedener Städte zum (Test-)Verkauf in den Regalen.

"Vor zwei Jahren beim Grillen am Rhein hatten wir die Geschäftsidee", erinnert sich Julia Cedrati. Die BWL-Studentin hatte "keine Lust auf Bier - aber alkoholische Alternativen gab es nicht". Und schon war die Idee geboren: "Cocktails in Dosen müsste es geben", dachte die 24-Jährige, die inzwischen die PR- und Marketing-Abteilung der jungen Firma übernommen hat.

Gemeinsam mit drei weiteren Studenten beschreitet sie seitdem einen mühsamen Weg. Denn schon nach dem anfänglich fröhlichen Mischen von Citrussäften mit Alkohol und Zucker dämpfte das erste Problem den Enthusiasmus der Jungunternehmer. Zwar waren die Vier sicher, geschmacklich die Hitliste der Cocktails anführen zu können, doch war das süffige Mixgetränk nur einige Tage genießbar.

Die Haltbarkeit wurde auf 14 Monate verlängert

"Die Haltbarkeit hängt auch von der Beschaffenheit der Dose ab", weiß Philipp Mudersbach (25), geschäftsführender Gesellschafter der Canco Baverages, der zahlreiche Firmen kontaktiert und sich rund um die Getränkebranche schlau gemacht hat. "Mindestens 14 Monate bleiben unsere Cocktails jetzt frisch. Und das, ohne an Geschmack oder gewünschter Konsistenz verloren zu haben", freut sich der Student der Volkswirtschaftslehre. Verraten werde aber nur, dass dafür keine Konservierungsstoffe, sondern nur frische Zutaten verwendet werden.

Drei verschiedene Cocktails vertreibt die Canco Beverages: Pina Colada, Mai Thai und Sex on the Beach.

In folgenden Trinkgut-Filialen werden seit Dezember je 200 von insgesamt 1200 Dosen der neuen Mixgetränke angeboten: Krefeld, Westpreußenstraße 32, Ratingen, Rehhecke 77, Düsseldorf, Inkmannstraße 11, Köln, Mathias-Brüggen-Straße 1 und Dormagen, Kieler Straße 25.

Ein Cocktail à 250 ml kostet 2,79 Euro zuzüglich Dosenpfand, eine 12er-Palette mit jeweils vier Stück der drei Sorten gibt es für 33,48 Euro zuzüglich Pfand.

"Insgesamt 15 000 Euro haben wir bisher investiert", bilanziert Mudersbach, "für die Dosen, deren professionelles Design und alles, was sonst noch so nötig ist bis zum Griff des Käufers ins Regal." Um die Finanzen und steuerlich relevanten Fragen kümmert sich Christina Aistert (24) aus Wuppertal. Und die rechtlichen Fragen klärt David Niebel, ein 24-jähriger Jura-Student aus Bonn.

"Das Konzept ist toll, die Produkte sind gut positioniert", bringt Ernst Rusche, Trinkgut-Ressortleiter Spirituosen, Food, Non-Food das Cocktail-Projekt auf den Punkt. Derzeit testet Rusche zwei Cocktail-in-Dosen-Anbieter parallel. "Überzeugt haben mich die Cango-Getränke natürlich durch den Geschmack und die Anzahl verschiedener Sorten."

Etwas Einzigartiges sei aber auch das witzige und ansprechende Design samt "ready-to-go"-Idee durch den ausziehbaren Teleskop-Strohhalm. Sowas gebe es nirgendwo, bestätigt Canco-Chef Mudersbach. "Strohhalme kleben sonst nur an Capri-Sonne-Tüten oder Kakao-Verpackungen."

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