Der Hildener Oliver Pautsch hat einen Krimi geschrieben, der nicht nur in seiner Heimatstadt spielt. Auch nach Haan verschlägt es seine Kommissarin Hanna Broder.

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Dreh- und Angelpunkt des Kriminalromans von Oliver Pautsch „Tödliche Stille“ ist die Itter.

Dreh- und Angelpunkt des Kriminalromans von Oliver Pautsch „Tödliche Stille“ ist die Itter.

Dreh- und Angelpunkt des Kriminalromans von Oliver Pautsch „Tödliche Stille“ ist die Itter.

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Dreh- und Angelpunkt des Kriminalromans von Oliver Pautsch „Tödliche Stille“ ist die Itter.

Haan. Krimis gibt es wie Sand am Meer. Aber nur wenige spielen vor der eigenen Haustür. "Tödliche Stille" ist so ein Krimi. Er wurde von dem gebürtigen Hildener Oliver Pautsch geschrieben, und es ist nicht schwer, die Straße wieder zu erkennen, die Pautsch durch die Augen seiner Hauptperson Hanna Broder in seinem Roman beschreibt: Aus dem Ittertal kommend fährt die Kommissarin über die Martin-Luther-Straße nach Haan.

Ermittlungen führen von Haan über Gräfrath, Benrath nach Düsseldorf

Hanna Broder, die ursprünglich aus Peine stammt, ist auf dem Weg zur Polizeiinspektion Mitte in Hilden, ihrem neuen Arbeitsplatz. Dort wird sie - kaum dass sie in der Itterstadt angekommen ist - mit dem ersten Mordopfer konfrontiert. Der Tote wurde ertränkt, im Wasser der Itter, genau so wie eine zweite Leiche, die nur kurze Zeit später gefunden wird. Ihre Ermittlungen in dem Doppelmord führen Hanna Broder den Lauf der Itter entlang: Von Haan über Gräfrath und Benrath bis in die Düsseldorfer Altstadt.

Durch die Augen seiner Romanfigur beschreibt Pautsch seine Heimat. Viele Details aus Haan, Hilden und Umgebung machen den Roman zu etwas Besonderem, denn Wiedererkennungseffekte sind auf fast jeder Seite garantiert. Das wirkt zwar auf Dauer ein wenig ermüdend, ist aber verschmerzbar angesichts des Tempos, das Pautsch vorlegt. Morde und versuchte Selbstmorde, Dienstsuspendierugen und Brände und dann noch eine verschwundene Tochter machen den 200 Seiten starken Roman zu einem prall gefüllten Erlebnisbericht.

Die Kommissarin - mal coole Lady, mal überfordertes Weibchen

Dreh- und Angelpunkt ist die Itter, in deren Wasser die Leichen schwimmen. Und sie gibt auch zum Schluss das Geheimnis des Mörders preis.

Bleibt die Frage zu klären, wie seine Hauptperson tickt? Mal ist Hanna Broder die coole Lady, die einen pöbelnden Jugendlichen vertrimmt, mal wird sie von Pautsch als überfordertes, hilfloses Weibchen dargestellt, das den Tränen nahe ist. Ist sie nun schüchtern und unsicher oder cool und berechnend? Ein bisschen von beidem, auf jeden Fall aber sympathisch. Schließlich entdeckt der Leser durch ihre Augen die Umgebung: Haans Stadtkern wird dabei von Pautsch ebenso liebevoll beschrieben wie die Kantine des Arbeitsamtes am Hildener Stadtpark.
 
 

"Tödliche Stille"

 

Der Autor Oliver Pautsch (Foto: Emons-Verlag) wurde 1965 in der Itterstadt Hilden geboren, lernte in Solingen laufen, ging in Hilden zur Schule und studierte in der Landeshaupstadt Düsseldorf. Heute lebt er mit seiner Frau und zwei Söhnen in Köln. Wenn er behauptet, die Region rund um seine Heimtstadt besser als den Inhalt seiner Schreibtischschublade zu kennen, kann man ihm glauben: Der Autor hat in der Gegend viele Jahre Flügel und Klaviere transportiert.

Der Roman "Tödliche Stille" ist der erste Roman in der Reihe "Itterkrimi". Er ist broschiert, umfasst 208 Seiten und ist im Emons-Verlag, Köln, erschienen und kostet neun Euro. ISBN 978-3-89705-512-4

www.pautsch.net

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