Neujahrsempfang Im Sommer soll die Pfarrstelle neu besetzt werden.

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Kaplan Tobias Zöller warb auf dem Neujahrsempfang in Gruiten dafür, dass die Gemeinden in Haan und Gruiten enger zusammenrücken.

Kaplan Tobias Zöller warb auf dem Neujahrsempfang in Gruiten dafür, dass die Gemeinden in Haan und Gruiten enger zusammenrücken.

Stefan Fries

Kaplan Tobias Zöller warb auf dem Neujahrsempfang in Gruiten dafür, dass die Gemeinden in Haan und Gruiten enger zusammenrücken.

Haan. Nach dem krankheitsbedingten Rücktritt von Pfarrer Bernhard Seither aus dem Amt des Gemeindepfarrers im vergangenen Sommer liegen schwierige Monate hinter den beiden katholischen Pfarrgemeinden St. Chrysanthus und Daria und St. Nikolaus. Seither hatte aus dem Grund für seinen vorübergehenden Ausstieg aus dem aktiven Berufsleben keinen Hehl gemacht: Er litt an einem Burnout-Syndrom, mittlerweile soll es ihm wieder besser gehen.

Für die Pfarrgemeinden begann mit der Krankheit deshalb auch eine Zeit der Auseinandersetzung mit grundsätzlichen Fragen. "Wir haben sehr intensiv darüber diskutiert, wie wir den Pfarrer zukünftig mehr entlasten können", gab Elfriede Eich, die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, einen Einblick in die Ernsthaftigkeit, mit der sich die Gemeinde den aufgeworfenen Fragen widmet.

Es wird zeitliche Verschiebungen bei den Gottesdiensten geben

Auch Kaplan Tobias Zöller sprach am Sonntag beim Neujahrsempfang der beiden Gemeinden im Gruitener Pfarrsaal von einer Krisensituation, die es auch in den kommenden Monaten zu bewältigen gelte. "Krisen gehen nicht ohne Konflikte und Reibungspunkte ab. Es ist schwierig, wenn alte Gewohnheiten aufgegeben werden müssen. Eine Krise kann aber auch dazu führen, dass man näher zusammenrückt", schwor Kaplan Zöller die Gemeindemitglieder auf Zeiten ein, in denen es immer wieder Einschnitte geben werde.

So wird es zeitliche Verschiebungen bei den Gottesdiensten geben müssen, da die Stellenvakanz nicht so einfach ausgeglichen werden kann. Keine Probleme sieht Kaplan Zöller hingegen im Seelsorgebereich: "Wie haben viele Helfer im Team", glaubt er, dass die Monate bis zur Neubesetzung der Stelle gut überbrückt werden können.

Die Mitglieder des Pfarrgemeinderates haben bereits bei der Personalabteilung des Generalvikariats vorgesprochen. "Dort möchte man jemanden finden, der zu uns passt", berichtete Elfriede Eich von konstruktiven Gesprächen. Mit der Neubesetzung der Pfarrstelle rechnet siefrühestens im kommenden Sommer.

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