Reise: Mitglieder der Haaner Pfarrgemeinde St. Chrysantus und Daria besuchten die Partnerschule in Indien.

Zu Gast bei indischen Freunden: Annegret Buchart (2.v.l.) und Irmgard Voß (Mitte) mit Pater Jérôme.
Zu Gast bei indischen Freunden: Annegret Buchart (2.v.l.) und Irmgard Voß (Mitte) mit Pater Jérôme.

Zu Gast bei indischen Freunden: Annegret Buchart (2.v.l.) und Irmgard Voß (Mitte) mit Pater Jérôme.

Privat

Zu Gast bei indischen Freunden: Annegret Buchart (2.v.l.) und Irmgard Voß (Mitte) mit Pater Jérôme.

Haan. "Das war schon ein Kulturschock", erinnert sich Irmgard Voß an die ersten Reiseeindrücke. Gemeinsam mit Schulleiterin Annegret Buchart und zwei weiteren Mitgliedern der Pfarrgemeinde St. Chrysantus und Daria ist die Lehrerin der Don-Bosco-Schule nach Indien aufgebrochen, um dort die Schule in Nandurbar zu besuchen.

Seit acht Jahren unterstützen die Grundschule und der Pfarrgemeinderat das Schulprojekt. 1500Kinder werden unterrichtet. "Der Startschuss für die Patenschaft fiel nach dem ersten Besuch von Pater Jérôme bei unserem damaligen Pastor Demand. Er hatte im Gottesdienst über die Arbeit des Karmeliterordens berichtet", erinnert sich Buchart.

Damals sei im Pfarrgemeinderat und auch an der Don-Bosco-Schule schnell die Idee entstanden, das Schulprojekt zu unterstützen, so die Schulleiterin. Dreimal war Pater Jérôme inzwischen in Haan zu Besuch, um über den Bau der Schule in Nandurbar zu berichten. Und genauso oft gab es Gegenbesuche in Indien. "Wir wussten natürlich schon, was uns erwartet. Aber manche Eindrücke bleiben trotzdem hängen", weiß Annegret Buchart.

So sind ihr auf dem Weg vom Flughafen ins erste Quartier die Obdachlosen aufgefallen, die auf dem Mittelstreifen der vierspurigen Autobahn unter freiem Himmel übernachten. "Sie hatten die gleiche Farbe wie der Straßenstaub. Das war wirklich ein schrecklicher Anblick."

"Wir jammern auf sehr hohem Niveau."

Irmgard Voß und Annegret Buchart nach ihrer Rückkehr

Armut und Reichtum unmittelbar nebeneinander, oft nur durch eine Mauer getrennt: Das sei ein ständig sich wiederholendes Straßenbild gewesen. Kühe auf der Autobahn und Pferdekutschen neben Luxuslimousinen gehören zum Alltag.

Seit acht Jahren unterstützt die Pfarrgemeinde St. Chrysanthus und Daria gemeinsam mit der Don-Bosco-Schule das Schulprojekt im indischen Nandurbar. Im vergangenen Jahr kamen bei Aktionen und durch Einzelspenden 3500 Euro zusammen, die an Pater Jérôme übergeben wurden. Der Karmeliterorden unterstützt mehrere Schulbauprojekte im Missionsgebiet.

In einem Vortrag im Forum St. Chrysanthus und Daria informieren die Teilnehmer der Indienreise heute Abend um 20Uhr über das Schulprojekt und berichten über ihre Eindrücke und Erlebnisse.

Die Reise führte die beiden Lehrerinnen der Don-Bosco-Schule von Mumbai über die Missionsgebiete nach Delhi und von dort in den Norden des Landes. Übernachtet hat die Reisegruppe in Klöstern. Die Schule in Nandurbar hat die Haaner Reisegruppe auch besucht. "Leider waren gerade Ferien, aber wir haben uns die Klassenräume angeschaut", berichtet Annegret Buchart. Auf vier Etagen sind Schüler bis zur 8. Klasse untergebracht. Noch fehlt der Anbau für Kindergarten und Verwaltung.

Aus Indien zurückgekehrt, haben die beiden Lehrerinnen der Don-Bosco-Schule in allen Klassen von ihren Erfahrungen berichtet. Auch davon, dass gleichaltrige Kinder aus armen Familien dort nicht zur Schule gehen, sondern arbeiten und im Haushalt helfen müssen. "Man bekommt eine andere Perspektive für den Luxus, in dem wir hier leben. Wir jammern auf sehr hohem Niveau", fassen beide ihre Eindrücke zusammen.

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