Die Wiederwahl des Technischen Beigeordneten Matthias Buckesfeld ist brisant: Der Personalrat unterstützt ihn, die Parteien beraten noch.

Kompetenzsache: Die geplante Sanierung der Feuerwache an der Nordstraße ist eines der Projekte, die Matthias Buckesfeld begleitet.
Kompetenzsache: Die geplante Sanierung der Feuerwache an der Nordstraße ist eines der Projekte, die Matthias Buckesfeld begleitet.

Kompetenzsache: Die geplante Sanierung der Feuerwache an der Nordstraße ist eines der Projekte, die Matthias Buckesfeld begleitet.

Archiv Stefan Fries

Kompetenzsache: Die geplante Sanierung der Feuerwache an der Nordstraße ist eines der Projekte, die Matthias Buckesfeld begleitet.

Haan. Am Dienstag steht die Wiederwahl des Ersten und Technischen Beigeordneten Matthias Buckesfeld auf der Tagesordnung des Stadtrats. Seit acht Jahren leitet der 43-Jährige das technische Dezernat der Stadtverwaltung.

Ihm unterstellt sind Bauverwaltung und Bauaufsicht, Planungs-, Hoch- sowie Tiefbauamt und der Betriebshof. Matthias Buckesfeld ist CDU-Mitglied und hat sich im Kommunalwahlkampf 2009 um das Amt des Bürgermeisters in Radevormwald beworben, verlor jedoch knapp gegen den parteilosen Amtsinhaber. Jetzt stellt er sich im Haaner Stadtrat zur Wahl, in dem CDU und FDP mit 24 Sitzen das Sagen haben.

"Matthias Buckesfeld ... ist ein Gewinn ...für die Stadt."

Aus einem Schreiben des Personalrats

Ob sie den Technischen Dezernenten für weitere acht Jahre wählen, ist nicht klar. Sicher ist aber, dass Buckesfelds Mitarbeiter und Kollegen ihren Chef nicht verlieren wollen. Aus diesem Grund haben seine Amtsleiter ein zweiseitiges Schreiben an alle Stadtverordneten auf den Weg gebracht. Darin appellieren sie eindringlich für seine Wiederwahl und listen zahlreiche Projekt auf, die er angestoßen und bewirkt hat - Neubau Betriebshofs, Sanierung Sportplatz Hochdahler Straße, Neubau K20n, PCB-Sanierung Grundschule Bollenberg.

Wird ihr Chef nicht gewählt, befürchten sie unter anderem Stillstand statt innovativer Handlungskonzepte und monatelange Stagnation in der Stadtentwicklung durch den Bruch in der Führungsebene. Auch sei es aus wirtschaftlicher Sicht nicht zu verantworten, einen jungen und leistungsfähigen Mitarbeiter ohne sachliche Begründung in den Ruhestand zu versetzen. Dem Steuerzahler würden dadurch jährliche Kosten in Höhe von 30000 Euro entstehen.

Für die Wiederwahl des Technischen Beigeordneten spricht sich auch der Personalrat aus. In einer Stellungnahme, die am schwarzen Brett im Verwaltungsgebäude an der Alleestraße hängt, heißt es: "Herr Buckesfeld hat mit seinen Ansätzen einer modernen und innovativen Verwaltung an manchen eingefahrenen Zöpfen in dieser Verwaltung gerüttelt.

Diese gleichermaßen innovativen wie fachlich fundierten Ansätze hat es aus unserer Sicht bisher hier nicht gegeben." Und: "Matthias Buckesfeld, so unbequem, wie er vielleicht manchen scheinen mag, ist durch seine vielfältige bewegende innovative Arbeit ein Gewinn für die Kollegen, diese Veraltung und die Stadt."

CDU und FDP haben sich noch nicht entschieden

CDU-Fraktionsvorsitzender Jens Lemke versicherte, dass das Schreiben in die Entscheidungsfindung einfließen wird. Die FDP hat sich zwar entschieden, will aber nicht konkret werden. "Es ist ein legitimes Recht der Mitarbeiter und Kollegen, sich an uns zu wenden", kommentiert stellvertretender Fraktionsvorsitzender Friedhelm Kohl das Schreiben.

Bernd Stracke spricht sich als SPD-Ortsvereinsvorsitzender für den Verbleib von Buckesfeld in seinem Amt aus. Es könne nicht sein, dass dieser den Hut nehmen muss, nur weil die CDU der Beigeordneten und Kämmerin Dagmar Formella (CDU) das Amt der Ersten Beigeordneten versprochen habe.

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