Die 55 Jahre alte Bewohnerin der zurzeit nicht mehr bewohnbaren Doppelhaushälfte wird lebensgefährlich verletzt. Auch ihr Ehemann (56) liegt noch im Krankenhaus.

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Als die Feuerwehr am Lindenweg eintraf, schlagen Flammen auf beiden Seiten des Hauses aus den Fenstern des ersten Obergeschosses der Doppelhaushälfte.

Als die Feuerwehr am Lindenweg eintraf, schlagen Flammen auf beiden Seiten des Hauses aus den Fenstern des ersten Obergeschosses der Doppelhaushälfte.

Feuerwehr Haan

Als die Feuerwehr am Lindenweg eintraf, schlagen Flammen auf beiden Seiten des Hauses aus den Fenstern des ersten Obergeschosses der Doppelhaushälfte.

Gruiten. Beim Brand einer Doppelhaushälfte am Lindenweg in Gruiten sind am Samstagmorgen drei Menschen verletzt worden. Eine 55 Jahre alte Bewohnerin zog sich dabei lebensgefährliche Verletzungen zu: Sie musste aus den Flammen gerettet und reanimiert werden.

Bei Temperaturen unter zehn Grad friert das Wasser in den Schläuchen

Dabei hatte der stellvertretende Leiter der Haaner Feuerwehr noch am Freitagabend gehofft, dass die Zahl der Einsätze während der derzeitigen Kälteperiode weiterhin gering bleibt. "Bei Temperaturen von wenigen Grad unter Null lassen sich auch Brandeinsätze noch gut beherrschen", sagte er beim Neujahrsempfang der Wehr in der großen Fahrzeughalle an der Nordstraße (siehe Artikel unten). "Unter zehn Grad allerdings gefriert das Wasser in den Pumpen unserer Fahrzeuge und in den Schläuchen." Allen Minusgraden zum Trotz gelang es der Feuerwehr schließlich, die Flammen zu löschen. Laut Polizei war es eine abgebrannte Kerze, die einen Weihnachtsbaum im ersten Obergeschoss des Hauses in Brand setzte.

Atemschutztrupp muss die 55 Jahre alte Bewohnerin suchen

Gegen 2.03 Uhr war die Meldung über den Brand in dem zweieinhalbgeschossigen Einfamilienhaus eingegangen. Beim Eintreffen der ersten Kräfte schlugen die Flammen auf beiden Seiten des Hauses aus den Fenstern des ersten Obergeschosses. Auch der Dachstuhl war bereits in Brand geraten. Während sich der 56 Jahre alte Hausbesitzer und seine 76 Jahre alte Schwiegermutter ohne Hilfe aus dem Haus retten konnten, suchte ein Atemschutztrupp nach der 55 Jahre alten Ehefrau des Hausbesitzers und fand sie nach kurzer Zeit auf der ersten Etage. Die Frau, die einen Herz-Kreislauf-Stillstand erlitten hatte, wurde nach draußen gebracht und dort vom Rettungsdienst wiederbelebt. Ihr Mann und dessen Schwiegermutter erlitten Rauchgasvergiftungen und wurden mit Rettungswagen aus Erkrath und Mettmann ebenfalls in Krankenhäuser transportiert. Während die 76-Jährige nach ambulanter Behandlung entlassen wurde, musste das Ehepaar im Krankenhaus bleiben.

Das Obergeschoss wird nahezu vollständig zerstört

Der Brand hat laut Feuerwehr das erste Obergeschoss nahezu vollständig zerstört und im darüber liegenden Dachgeschoss erheblichen Schaden angerichtet. Die Löscharbeiten dauerten bis 3.30 Uhr an, anschließend waren noch Nachlöscharbeiten erforderlich. Die Höhe des entstandenen Sachschadens konnte die Polizei am Sonntag noch nicht angeben, Fest steht, dass das Haus zurzeit nicht mehr bewohnt werden kann.

Zur Betreuung der Angehörigen wurde ein Notfallseelsorger eingesetzt. Vertreter des Deutschen Roten Kreuzes verblieben vorsorglich mit einem Krankenwagen an der Einsatzstelle und versorgten die 40 Wehrleute, die mit elf Fahrzeugen vor Ort waren, bei Temperaturen um minus sieben Grad Celsius mit heißem Kaffee.

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