Sparkasse: Trotz Krise waren die Verluste des Geldinstituts 2009 nur minimal. Baukredite laufen besonders gut.

Wer baut, braucht Geld: Ein gutes Beispiel dafür ist das Neubaugebiet Hasenhaus.
Wer baut, braucht Geld: Ein gutes Beispiel dafür ist das Neubaugebiet Hasenhaus.

Wer baut, braucht Geld: Ein gutes Beispiel dafür ist das Neubaugebiet Hasenhaus.

Stefan Fries

Wer baut, braucht Geld: Ein gutes Beispiel dafür ist das Neubaugebiet Hasenhaus.

Haan. Banker geben sich gerne zurückhaltend. Ziehen sie Bilanz, sprechen sie mit Vorliebe von befriedigenden Ergebnissen. Das war dem Vorstandsvorsitzenden der Stadt-Sparkasse Haan gestern aber zu wenig. Bei der Vorstellung der Jahresbilanz 2009 sprach er von einem guten Jahr für das Geldinstitut mit "einigen bemerkenswert guten Entwicklungen im Kundengeschäft".

Nachdem 2008 etwas schwierig gewesen sei, war die Sparkasse im vergangenen Jahr wieder auf Kurs. "Wir haben ein Betriebsergebnis von 600 Millionen Euro erzielt", sagte Vogel. "Damit sind wir sehr zufrieden."

Sparkasse spricht vom Vorteil des "Alles-in-einem-Pakets"

Das Kreditgeschäft der vergangenen Monate bezeichnete der Sparkassen-Chef als "florierend". Allein im Bereich der Finanzierung von Wohnimmobilien sei eine Verdoppelung der Neukundenquote auf 54 Prozent gelungen. "Jede zweite Baufinanzierung ist ein neuer Kunde", sagte Peter Vogel und begründete diesen Erfolg mit einem strategischen Vorteil der Sparkasse.

"Wir bieten alles aus einer Hand an: verkaufen, kaufen, finanzieren und versichern." Auch habe die Sparkasse einen guten Draht zu örtlichen Bauträgern. Die Hälfte aller Immobiliengeschäfte wickelt das Geldinstitut in Haan ab, den Rest in Solingen, Langenfeld und anderen Städten des Kreises Mettmann.

Und während die Geschäfte der LBS rückläufig sind, steigerte die Sparkasse das Bauspargeschäft von knapp 8,8 Millionen Euro auf rund 14,3 Millionen Euro. Gleichzeitig stieg die Immobilienvermittlung um 17 Prozent. Vogel: "Wir haben 34 Gebrauchtimmobilien im Wert von 6,44 Millionen Euro verkauft."

Aktiva (Forderung an Kunden): 598 Millionen Euro (Vorjahr 605,7 Millionen Euro); Passiva (Verbindlichkeiten gegenüber Kunden): 598 Millionen Euro (605,7 Millionen Euro); Geschäftssumme 600,8Millionen Euro (608,8 Millionen Euro)

120 Mitarbeiter; drei Filialen, zehn Selbstbedienungsterminals, neun Geldautomaten, Geldautomatenposten 2009: 439.376 Euro (Vorjahr 439.492 Euro); Kartenzahlungen: 356.548 Euro (329.800 Euro), Überweisungen: 456.282Euro, davon online 233.321Euro (459.894 Euro , davon online 224.859 Euro); Kreditkartenumsätze 2009: 62.037 Euro (Vorjahr: 56055 Euro)

Von Chipfehlern betroffene EC- und Kreditkarten können ab sofort an den Geldautomaten der Sparkasse repariert werden. Mehr dazu steht auch auf der Internetseite des Geldinstituts.

Stolz ist die Sparkasse auch auf ihre engen Kontakte zur Haaner Unternehmerschaft. "Wir haben 44 Neukunden im vergangenen Jahr gewonnen", sagte Vogel. Das sei zwar eine kleine Zahl, "aber für unsere Größenordnung ist das ein achtbares Ergebnis".

Rückgänge musste die Stadt-Sparkasse im Einlagengeschäft hinnehmen. Spareinlagen und befristete Einlagen schrumpften um 42,5 Millionen Euro auf 196,6 Millionen Euro. "Damit sind wir nicht ganz zufrieden", sagte Vogel. "Die Kunden sind noch vorsichtiger geworden."

 Dennoch sei 2009 ein "ausgesprochen tolles Wertpapiergeschäft" gewesen. Brutto wurden knapp 13 Millionen Euro an Deka Fonds abgesetzt, davon gingen floss die Hälfte in Zinsprodukte, Geldmarkt- und Garantiefonds. Sowohl beim Brutto- als auch beim Nettoabsatz liegt die Stadt-Sparkasse Haan damit auf Platz eins im Rheinland.

Die Probleme mit den EC- und Kreditkarten haben der Sparkasse nach eigenem Bekunden einen unglücklichen Jahresauftakt beschert. Aber: "Seit Mitte letzter Woche können alle betroffenen Karten unserer Kunden an unseren Geldautomaten relativ simpel repariert werden", versicherte Vorstandsmitglied Udo Vierdag.

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