Auch die Grundschule Bollenberg fordert die Einstellung eines Sozialpädagogen. Er soll nicht nur Kindern, sondern auch Eltern und Lehrern zu Seite stehen.

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In der Frühlingssonne spielten Yasmina, Rosalin, Erika und Laisa am Montag auf dem Schulhof der Grundschule Bollenberg. Ihre Schulleiterin Edith Staack möchte ihnen und allen anderen Grundschulkindern einen Schulsozialpädagogen als Vertrauensperson zur Seite stellen.

In der Frühlingssonne spielten Yasmina, Rosalin, Erika und Laisa am Montag auf dem Schulhof der Grundschule Bollenberg. Ihre Schulleiterin Edith Staack möchte ihnen und allen anderen Grundschulkindern einen Schulsozialpädagogen als Vertrauensperson zur Seite stellen.

Anna Schwartz

In der Frühlingssonne spielten Yasmina, Rosalin, Erika und Laisa am Montag auf dem Schulhof der Grundschule Bollenberg. Ihre Schulleiterin Edith Staack möchte ihnen und allen anderen Grundschulkindern einen Schulsozialpädagogen als Vertrauensperson zur Seite stellen.

Haan. "Der Elternsprechtag reicht als Beratungstag schon lange nicht mehr aus", sagt Edith Schlaack, Schulleiterin an der Grundschule Bollenberg. "Mütter und Väter sind oft hilflos, wissen nicht, wie sie ihre Kinder erziehen sollen und wenden sich an die Lehrer."

Die Folge sind Sprechstunden am Nachmittag, Kontaktaufnahmen zu Jugendamt oder dem Schulpsychologischen Dienst. "Die Erziehungsarbeit nimmt einen immer größeren Raum ein", sagt Edith Schlaack. Gleichzeitig soll der Bildungsauftragnicht auf der Strecke bleiben.

Schule entwickelt seit zwei Jahren ein Konzept für die Fachkraft

"Wir tun eine Menge, aber wir brauchen Unterstützung", sagt sie deshalb. Seit zwei Jahren beschäftigten sich Schulleitung und Kollegium ausführlich mit einem Konzept für die Beschäftigung eines Sozialpädagogen an der Grundschule Bollenberg.

Und nachdem die Schulleiter von Haupt- und Realschule einen entsprechenden Antrag auf Einstellung eines Schulsozialpädagogen am Schulzentrum Walder Straße im Schul- und Sportausschuss gestellt haben, nutzte Edith Schlaack die Gunst der Stunde, um die Anstellung einer Fachkraft für die Grundschule zu beantragen.

"Wir sind schon froh, wenn wir gehört werden", sagt die Schulleiterin bescheiden. Sie setzt auf die Stadt und hofft auf Unterstützung, auch im Rahmen des präventiven Netzwerks für den Kinderschutz, das in Haan auf den Weg gebracht werden soll (WZ berichtete).

Denn Edith Schlaack geht es um Vorbeugung. Die Grundschülern sollen so früh wie unterstützt werden, wenn sie zum Beispiel keine Hausaufgaben mehr machen, unregelmäßig in die Schule kommen oder immer wieder durch aggressives Verhalten auffallen. "Ihnen soll geholfen werden, bevor es richtig schwierig wird", sagt sie.

Der Sozialpädagoge sollte im Offenen Ganztag und bei Projekten im Unterricht mitwirken, als Berater für Erzieher, Lehrer und Eltern da sein. Konfliktlösungskonzepte, Streitschlichtung, die Förderung sozialer Kompetenzen - die Liste der Aufgaben, die die Fachkraft übernehmen könnte, ist lang. Auch Infoabende und Hilfsangebote für Eltern könnte der Sozialpädagoge übernehmen.

Hilfe brauchen oft Kinder und Eltern ganz normaler Familien

Dabei sind es nicht die Kinder mit Migrationshintergrund, die die Hilfe brauchen. Bei denen sei oft eine Sprachförderung notwendig. "Da haben wir gute Förderkonzepte und Lernangebote", sagt Edith Schlaack. "Es sind die ganz normalen Familien, in denen die Strukturen nicht mehr funktionieren und die Hilfe brauchen."

Die Schulleiterin wirbt um Unterstützung für die Arbeit der Lehrer. Gleichzeitig weiß sie, dass sie nicht mit der Einstellung einer sozialpädagogischen Kraft zum neuen Schuljahr rechnen kann. "Aber ich will jetzt schon einmal den Bedarf anmelden und hoffe, dass der Antrag trotzdem auf offene Ohren stoßen wird", sagt sie. Denn die Kosten, die entstehen, wenn das Jugendamt erst einmal tätig werden muss, seien weitaus höher, als im Vorfeld einen Soziapädagogen zu beschäftigen.

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