Die Eheleute Weuste suchen einen Knochenmarkspender für ihren erkrankten Sohn Benedikt.

wza_1399x808_769138.jpeg
Karl Josef und Anneliese Weuste hoffen, dass mit Hilfe des Deutschen Roten Kreuzes ein Knochenmarkspender für ihren Sohn Benedikt gefunden wird.

Karl Josef und Anneliese Weuste hoffen, dass mit Hilfe des Deutschen Roten Kreuzes ein Knochenmarkspender für ihren Sohn Benedikt gefunden wird.

Stefan Fries

Karl Josef und Anneliese Weuste hoffen, dass mit Hilfe des Deutschen Roten Kreuzes ein Knochenmarkspender für ihren Sohn Benedikt gefunden wird.

Haan. Jeden Tag fahren Anneliese und Karl Josef Weuste nach Wuppertal. Jeden Tag besuchen sie dort ihren Sohn Benedikt. Der 27-Jährige ist Anfang August an Leukämie erkrankt. Seitdem liegt er im Krankenhaus, wird mit Chemotherapien und Blutübertragungen behandelt. "Zurzeit läuft seine letzte Chemotherapie, dann muss ein Knochenmarkspender für ihn gefunden werden", sagt Karl Josef Weuste.

Weil aus dem Umfeld der Familie kein Spender in Frage kommt, starten die Eheleute jetzt einen großen Aufruf. Sie bitten - unter Mithilfe des DRK-Blutspendedienstes und der DRK-Ortsvereine in Haan und Gruiten - um Blutspenden und die Bereitschaft von gesunden Frauen und Männern ab 18 Jahren, sich typisieren zu lassen. Denn nur noch eine Knochenmark- beziehungsweise Blutstammzellenspende kann ihrem Sohn zur Heilung von der Krankheit verhelfen.

Die Symptome wurden zunächst als Sommergrippe gedeutet

Deren Symptome hatte im Sommer der Hausarzt des jungen Mannes nicht richtig erkannt. "Extreme Blässe, leicht erhöhte Temperatur, starkes Schwitzen und Müdigkeit hat der Arzt als Sommergrippe gedeutet", sagt Anneliese Weuste. "Dabei hätte er schon mit einem kleinen Blutbild die Leukämie diagnostizieren können." Dann wäre ihr Sohn zwar auch erkrankt, aber seine Prognose wäre besser, sagt sie. Festgestellt wurde die Erkrankung im Krankenhaus, dorthin hatte der Hausarzt Benedikt Weuste schließlich überwiesen.

Jetzt suchen die Eltern seinen "genetischen Zwilling". "Es ist entscheidend, dass die Gene passen, die Blutgruppe spielt keine Rolle", sagt Karl Josef Weuste. Nach einer ersten Untersuchung des Blutes nach der Entnahme wird es zunächst grob untersucht. Könnte es passen, wird der Spender nochmals eingeladen, umfassend informiert und aufgeklärt. Anneliese Weuste: "Niemand wird gezwungen zu spenden."

Benedikt Weuste (27) ist im August dieses Jahres an Leukämie erkrankt. Eine Chance auf Heilung hat er nur, wenn ein passender Knochenmarkspender für ihn gefunden wird.

Gesunde Frauen und Männer ab 18 Jahren können sich mit einer Blutspende an der Typisierungsaktion beteiligen.

Bürgerhaus Gruiten, Düsselberger Straße 40, Dienstag, 23. November, 15.30 bis 20.30 Uhr; DRK-Heim, Bahnhofstraße 43, Donnerstag und Freitag, 25. und 26. November, 14.30 bis 20 Uhr.

Die Laborkosten liegen pro Typisierung bei 50 Euro, die von der Krankenkasse nicht übernommen werden. Deshalb bitten die Eheleute Weuste nicht nur um Blut-, sondern auch um Geldspenden.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer