Haan nimmt mit niedrigen Entgelten eine Vorreiterrolle ein.

Haan. "Wir haben die Elternbeiträge aus sozialen Gründen bewusst niedrig gehalten", sagt Kämmerin Dagmar Formella. Damit nehme Haan eine Vorreiterrolle ein. Die jetzt der Politik vorgelegte Entgeltordnung sei mit allen - Eltern, Schulvereinen, Schulleitern - abgestimmt.

Zur Erinnerung: Zum 1. Februar wurde für alle Schulen der Sekundarstufe I, die keine Ganztagsschulen sind, ein Programm zur pädagogischen Übermittagbetreuung (Geld oder Stelle) eingerichtet. Die Schulen wählten, ob sie Geld oder entsprechend Lehrerstellen-Anteile für die pädagogische Übermittag-Betreuung vorziehen.

In Haan haben sich alle Schulen für das Geld entschieden, mit dem sowohl die pädagogische Betreuung und Aufsicht in der Mittagspause für alle Schüler mit Nachmittagsunterricht sowie ergänzende Arbeitsgemeinschaften, Bewegungs- und Förderangebote finanziert werden sollen.

Das Programm ersetzt das bisherige Programm 13plus, das derzeit an drei weiterführenden Schulen in Haan angeboten wird. Jede von ihnen muss an Tagen mit verpflichtendem Nachmittagsunterricht eine Übermittagbetreuung seiner Schüler zu gewährleisten.

Darüber hinaus sollen die Schulen weitere Ganztags- und Betreuungsangebote bereitstellen, für die auch Elternbeiträge (siehe Kasten) erhoben werden können. Bis zum Sommer übernimmt die Stadt die Trägerschaft für die "nachschulische Betreuung".

Für die Teilnahme an den nachschulischen Betreuungsangeboten müssen Eltern folgende Beiträge bezahlen: Für einen Betreuungstag in der Woche zahlen sie acht Euro im Monat (für ein Geschwisterkind fünf Euro). Für zwei Betreuungstage in der Woche 16Euro (zehn Euro), für drei Betreuungstage 24 Euro (15 Euro), für vier Betreuungstage 32 Euro und für fünf Betreuungstage 40 Euro (25 Euro) im Monat.

Die Stadt rechnet bei derzeit 50 Betreuungsverträgen, zehn Monatsbeiträgen und der Annahme, dass jedes Kind im Durchschnitt für drei Tage angemeldet wird, mit rund 12.000 Euro Einnahmen. Diese Summe würde den städtischen Eigenanteil für das Angebot von 29.400 Euro auf 17.400 Euro reduzieren.

Dagmar Formella: "In der Sitzung des Schulausschusses im Mai wollen wir mitteilen, in wessen Trägerschaft die Ganztagsoffensive fortgesetzt wird. Ich möchte weiterhin sozial angepasste Elternbeiträge.".

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