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Und wenn die Hausaufgaben fertig sind, wird die Tischdecke hochgezogen – und der Spaß an der Tischtennisplatte beginnt.

Und wenn die Hausaufgaben fertig sind, wird die Tischdecke hochgezogen – und der Spaß an der Tischtennisplatte beginnt.

Stefan Fries

Und wenn die Hausaufgaben fertig sind, wird die Tischdecke hochgezogen – und der Spaß an der Tischtennisplatte beginnt.

Haan. Es ist erstaunlich still. Obwohl rund 20 Kinder im Flemingtreff den Nachmittag verbringen, herrscht konzentriertes Schweigen an den Tischen. "Bis 15 Uhr machen wir unsere Hausaufgaben, erst danach ist Zeit zum Spielen", erklärt die achtjährige Naoual flüsternd. Immer helfend zur Seite, sowohl bei den Schulaufgaben als auch bei allen anderen Fragen, steht Diplom-Sozialarbeiterin Birgit Ruhrmann, die den Treff leitet. Unterstützt wird sie dabei von vier Honorarkräften, allesamt Studenten aus dem sozialpädagogischen Bereich.

"Viele Jugendliche fühlen sich hier so wohl, dass sie irgendwann ihre eigenen Kinder herbringen."

Birgit Ruhrmann, Leiterin des Flemingtreffs

Gemeinsam mit ihren Freundinnen Amal (10), Siham (10), Hülya (11) und dem neunjährigen Mohamed kommt Naoual beinahe jeden Tag in den Flemingtreff. Auf die Frage, ob sie sich denn wohlfühlen in der bunt gestrichenen und gemütlich eingerichteten 100 Quadratmeter großen Wohnung, rufen die Kinder einstimmig "Ja".

"Viele der Kinder und Jugendlichen kommen schon seit langer Zeit her. Der Treff ist wie ein zweites Zuhause für sie. Es gefällt ihnen oft so gut, dass Ehemalige irgendwann ihre eigenen Kinder zu uns bringen - Naouals Mutter war zum Beispiel als Jugendliche oft hier", freut sich Ruhrmann über die positive Resonanz auf die offene städtische Einrichtung, die in diesem Jahr 30 Jahre alt wird.

Die Reaktionen der Nachbarn seien jedoch leider nicht immer so positiv. "Das ist ja eine normale Wohnung. Und bei den 30, 40 Kindern, die sich täglich hier aufhalten, entsteht nun mal ein gewisser Lärmpegel. Wir achten jedoch immer darauf, dass sich die Kinder nicht im Hausflur oder unbeaufsichtigt draußen aufhalten", versichert Ruhrmann.

Aus Anlass des Jubiläums haben sich die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses ein Bild von der Arbeit im Flemingtreff gemacht. "Die Einrichtung war als Nachbarschaftstreff ja immer bedroht und Anfeindungen ausgesetzt", sagt Jugendhilfeausschussvorsitzender Jochen Sack (GAL) und fügt hinzu: "Wir als Ausschuss betonen, dass wir hinter diesem Treff stehen, der unbedingt weiterbestehen sollte und sich übrigens auch am richtigen Ort - mitten in der Wohnsiedlung, im Erdgeschoss eines Wohnhauses - befindet."

Hausaufgabenbetreuung für Schulanfänger, montags bis freitags von 12 bis 13.30 Uhr; Hausaufgabenbetreuung für alle Schüler, montags bis freitags von 13.30 bis 15 Uhr; offener Treff für Kinder und Jugendliche und Gruppenangebote, montags bis freitags von 15 bis 16.30 Uhr; Jugendtreff ab zwölf Jahre, montags von 17 bis 20 Uhr.

Frauenfrühstück, mittwochs von 10 bis 11.30 Uhr; Seniorengruppe, freitags von 14 bis 15.30 Uhr; Baby-Spielgruppe, freitags von 10 bis 11 Uhr.

Der Flemingtreff befindet sich an der Flemingstraße 19 im Erdgeschoss, Leiterin ist Diplom-Sozialarbeiterin Birgit Ruhrmann. Kontakt unter Telefon 02129/53314.

Darüber hinaus wollen die Ausschussmitglieder während der Haushaltsplanberatungen darauf hinweisen, dass die Einrichtung dringend eine neue Küche, auf jeden Fall aber einen neuen Kühlschrank braucht. Sack: "Beides ist fast so alt wie die Einrichtung selbst." Interessanter als der Kühlschrank ist für die Kinder jedoch der Tisch: Sind die Hausaufgaben erledigt, wird die Tischdecke abgenommen - darunter kommt eine Tischtennisplatte zum Vorschein.

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