Die Politik muss jetzt über den Ausbau von Wilhelm- und Bismarckstraße entscheiden. Grundlage sind drei verschiedene Varianten zur Umgestaltung.

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Die Wilhelmstraße soll ausgebaut werden. Geht es nach den Anwohnern, soll sie den Charakter einer Wohn- oder Anliegerstraße erhalten.

Die Wilhelmstraße soll ausgebaut werden. Geht es nach den Anwohnern, soll sie den Charakter einer Wohn- oder Anliegerstraße erhalten.

Stefan Fries

Die Wilhelmstraße soll ausgebaut werden. Geht es nach den Anwohnern, soll sie den Charakter einer Wohn- oder Anliegerstraße erhalten.

Haan. Die Anwohner sind befragt, fehlt noch das Votum der Politik, damit sowohl die Bismarck- als auch die Wilhelmstraße wie geplant ausgebaut werden können. Wo bislang der Asphalt notdürftig geflickt wurde, Stellplätze kaum ausgewiesen und Baumwurzeln nicht geschützt sind, will die Stadt künftig Autofahrern, Fußgängern und dem Straßengrün gerecht werden.

Wie, das entscheidet der Planungs- und Verkehrsausschuss am 27. Januar (17 Uhr, Sitzungssaal Rathaus) auf Grundlage von drei Varianten für jeden Straßenausbau und natürlich des Protokolls der Bürgeranhörung. Darauf hatten SPD und FDP gedrängt.

Anwohner der Bismarckstraße sind mit der Zahl der Stellplätze zufrieden

Wie soll die Bismarckstraße künftig aussehen? Variante I schlägt den Erhalt aller Bäume, 32 Stellplätze und den Verzicht auf bauliche Maßnahmen zur Geschwindigkeitsdämpfung vor. Variante II beinhaltet eine Verkehrsberuhigung durch das Einengen der Fahrbahn und 43 Stellplätze auf Kosten einiger Bäume. Variante III sieht 48 Stellplätzen sowie einer Verschwenkung der Straße zur Geschwindigkeitsreduzierung vor.

Die Anwohner der Bismarckstraße haben deutlich gemacht, dass sie gar nicht mehr als die zurzeit vorhandenen 20 Stellplätze haben wollen. Geht es nach ihnen, wird im Bereich des Kindergartens eine Kurzparkzone eingerichtet, dürfen Autofahrer nur auf einer Seite der Straße parken und werden möglichst viele Bäume erhalten. Die von Fußgängern gewünschte Querungshilfe über die Martin-Luther-Straße im Kreuzungsbereich der Bismarckstraße kann die Verwaltung aus Platzgründen nicht anlegen.

Sie schlägt stattdessen eine Erhöhung der Fahrbahn auf das Niveau des Bürgersteigs vor. Das würde eine gewisse Unsicherheit bei allen Verkehrsteilnehmern erzeugen, was wiederum zu einer erhöhten Aufmerksamkeit und zu vorsichtigerem Fahrverhalten führen würde.

Die Sanierung der Bismarckstraße wird etwa 170 000 Euro kosten, die der Wilhelmstraße rund 530 000 Euro. Die Anwohner werden anteilig an den Kosten beteiligt.

Alle Ausbauvarianten stehen auch im Internet.

Die Anwohner der Wilhemstraße haben auf dem Informationsabend über den Ausbau ihrer Straße abgestimmt und sich für eine Verkehrsberuhigung in Form von versetzten Bauminseln ähnlich wie auf der Kölner Straße entschieden (Variante II).

Weder Variante I (Verzicht auf Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung, 35 Stellplätze im Nordteil, 39 im Südteil) noch Variante III (Einengung der Fahrbahn zur Geschwindigkeitsreduzierung, 36 Stellplätze im Nordteil, 47 im Südteil) fand ihre Zustimmung.

Sie würden sich wünschen, dass ihre Straße mehr in Richtung Wohn- oder Anliegerstraße ausgebaut wird. Auch soll der historische Charakter der Straße erhalten bleiben, das neue Pflaster und eventuell auch die Erneuerung der Beleuchtungsanlagen entsprechend ausgewählt werden.

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