Engagement: Clemens Hölter setzt sich mit seiner Stiftung für die Umwelt ein – zum Beispiel mit der Energiesparkiste.

Clemens Hölter setzt auf einen energiesparenden Kühlschrank.
Clemens Hölter setzt auf einen energiesparenden Kühlschrank.

Clemens Hölter setzt auf einen energiesparenden Kühlschrank.

Stefan Fries

Clemens Hölter setzt auf einen energiesparenden Kühlschrank.

Haan. Eine Warmwasser-Solaranlage hat Clemens Hölter bereits seit 20 Jahren auf dem Dach. Seitdem die Kinder aus dem Haus sind, hat der 49-jährige Haaner Zeit, sich um anderes zu kümmern.

"Jetzt denke ich über die Größe meines Kühlschranks nach, und darüber, wie ich sonst noch Energie sparen könnte", sagt Hölter.

"Manche Sparmaßnahmen klingen banal, sind aber effektiv", sagt er. Und obwohl er als Systemanalytiker beruflich gar nichts damit zu tun hat, ist Hölter jemand, der es wissen muss: Seit einigen Monaten ist seine "No-Energy-Stiftung für Klimaschutz und Ressourceneffizienz" rechtmäßig anerkannt.

Die Botschaft des Haaner Klimaschützers: "Wir müssen sparen. Der Energieverbrauch steigt ständig, obwohl die Möglichkeiten, zu sparen, immer besser werden."

Energiesparende Kühlschränke reichen dem Stromsparer jedoch nicht: "Es muss weitergehen. Wir müssen das Energie- und Ressourcen-Thema vorantreiben", sagt er mit Nachdruck.

Gründer der Stiftung für Klimaschutz und Ressourceneffizienz sind Clemens Hölter, seine Ehefrau Gabriele und die Clemens Hölter GmbH. Das Stiftungskapital beträgt 50000 Euro.

Aktuelle Projekte sind die Energiesparkiste für Schulen, das dynamische Energiesparsiegel sowie die kostenfreie Ausleihe von Energiekosten-Messgeräten.

"Das funktioniert nur durch Bewusstseinsveränderung." In den Köpfen der Menschen müsse sich etwas ändern. "Ich setze da auf Bildung - und die fängt in der Grundschule an."

300 Energiesparkisten sind im Umlauf

Die "Energiesparkiste" ist ein Projekt, das es bereits seit einigen Jahren gibt, und das nun über die Stiftung läuft. Die Energiesparkiste wird an Schulen verschickt, die drei Wochen lang mit ihrem Inhalt arbeiten können: eine Halogenlampe als Negativbeispiel, ein Messgerät, um den hohen Stromverbrauch der Lampe zu messen, sowie eine Geldsparleiste. Das Ziel ist es, ein Gefühl für Energieverbrauch zu entwickeln.

"300 solcher Kisten sind im Umlauf. Die Resonanz ist durchweg gut", erzählt Hölter. Geeignet ist die Kiste für die Sekundarstufen I und II, aber auch Grundschüler können unter Anleitung damit arbeiten.

"Die Grundschule Steinkuhle hat das zum Beispiel ausprobiert. Die Schüler waren verblüfft und hätten die Kiste am liebsten noch länger behalten."

Freunden drückt Hölter ein Messgerät in die Hand

Ein weiteres Projekt: "Die Stromsparerplakette ist ein Gütesiegel, das besagt, wie viel Strom das Gerät im Standby-Modus verbraucht. Und die Energieplakette informiert über den Energieverbrauch eines Gerätes, während es in Betrieb ist", erklärt Hölter.

Beides hat er bei der Messe Cebit vorgestellt. "Mein Ziel ist es, solche Plaketten nicht nur für Computer und Fernseher anzubieten, sondern für alle möglichen Geräte und Branchen. Auf jedem Produkt sollte eine Plakette mit ‚Jahreskosten in Euro’ den Verbraucher auf einen Blick übersichtlich informieren."

Auch Freunde und Familie sind nicht sicher vor Hölters Energiespartipps. "Allerdings bin ich da nicht mit erhobenem Zeigefinger unterwegs", sagt er mit einem Augenzwinkern. "Ich drücke den Leuten einfach ein Messgerät in die Hand. Die meisten sind völlig überrascht, wenn sie sehen, dass ein Gerät noch Strom verbraucht, obwohl es ausgeschaltet ist."

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