St. Josef Krankenhaus stellt Rund-um-die-Uhr-Versorgung sicher.

Dr. Udo Huberts, Chefarzt und Leiter des Gefäßzentrums am St. Josef Krankenhaus Haan.
Dr. Udo Huberts, Chefarzt und Leiter des Gefäßzentrums am St. Josef Krankenhaus Haan.

Dr. Udo Huberts, Chefarzt und Leiter des Gefäßzentrums am St. Josef Krankenhaus Haan.

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Dr. Udo Huberts, Chefarzt und Leiter des Gefäßzentrums am St. Josef Krankenhaus Haan.

Haan. Sein Ehrgeiz hat sich gelohnt: In zweieinhalb Jahren hat Chefarzt Dr. Udo Huberts aus der gefäßchirurgischen Abteilung ein zertifiziertes Gefäßzentrum am St. Josef Krankenhaus Haan gemacht.

Und das bedeutet für die Patienten, dass sie an sieben Tagen in der Woche und rund um die Uhr eine gefäßchirurgische Behandlung erhalten können.

Hinzu kommt die Zusammenarbeit mit dem Diabeteszentrum und der Radiologie im Haus, den Kollegen der Neurologie an der St. Lukas Klinik in Solingen und dem Nephrologischen Zentrum in Mettmann.

"Wir treffen uns jeden Tag hier im Krankenhaus und beraten über die individuelle Behandlung jedes Patienten", sagt Huberts. "Seine Behandlung soll ja nicht davon abhängen, in welcher Abteilung er zufällig landet."

Etwa 1.000 Patienten werden jedes Jahr stationär, weitere 2.500 ambulant behandelt. 70Prozent von ihnen leiden an verkalkten Gefäßen, an Durchblutungsstörungen im Kopf, den Beinen und Armen oder auch im Bauch. Häufig sind es Diabetiker, die noch an weiteren Krankheiten leiden.

Neben Chefarzt Dr. Udo Huberts arbeiten im Gefäßzentrum am Haaner St. Josef Krankenhaus zwei Ober- und drei Assistenzärzte.

Die Zertifizierung zum Gefäßzentrum erfolgt durch die Kommission für Qualitätssicherung der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie (DGG). Abgefragt werden 22 Kriteriengruppen, im Mittelpunkt stehen die Rund-um-die-Uhr-Versorgung durch voll weitergebildete Fachärzte, hohe Fallzahlen in Diagnostik und Therapie, interdisziplinäre Zusammenarbeit, Förderung des medizinischen Nachwuchs und die Teilnahme an Qualitätssicherungsmaßnahmen. Nach drei Jahren muss das Zertifikat erneut erworben werden.

Bundesweit wurden bislang 112 Gefäßzentren zertifiziert, In Nordrhein-Westfalen sind es bislang 19.

34 Betten, jährlich werden dort 1.000 Patienten stationär, weitere 2.500 ambulant behandelt.

In der Regel werden sie vom Haus- oder niedergelassenen Facharzt ans Haaner Krankenhaus überwiesen. "Wir sind die einzige Klinik im Kreis Mettmann, die die Ausweitung der Bauchschlagader durchführen darf", sagt Huberts.

Patienten kommen nicht zwangsläufig unters Messer

Doch die Patienten kommen laut Huberts nicht zwangsläufig unters Messer. Auch wenn das Krankenhaus eine gewisse Zahl an erfolgreichen Operationen vorweisen muss. "Manchmal machen wir auch gar nichts", sagt er. "Wenn zum Beispiel ein Gehtraining ausreicht, verschreiben wir Bewegung in einer Gefäßsportgruppe."

Die Patienten im Gefäßzentrum kommen aus dem Kreis Mettmann, aus Düsseldorf und dem Bergischen Land. "In den vergangenen zweieinhalb Jahren ist die Zahl unserer Patienten um 40 Prozent gestiegen", sagt Huberts.

Den entsprechenden Platz hat seine Abteilung von dem geschlossenen Gynäkologiebereich übernommen. In die technische Ausstattung wurden rund zwei Millionen Euro investiert. Dazu gehören unter anderem ein neuer Kernspin- und ein neuer Computertomograph.

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