Der Orchesterverein Solingen begrüßte rund 300 Besucher mit schwungvollen Walzern in der evangelischen Kirche.

wza_1500x996_608601.jpeg
Michael Forster, Dirigent und Leiter des Orchestervereins Solingen, hatte fürs Neujahrskonzert ein schönes Programm zusammengestellt.

Michael Forster, Dirigent und Leiter des Orchestervereins Solingen, hatte fürs Neujahrskonzert ein schönes Programm zusammengestellt.

Stefan Fries

Michael Forster, Dirigent und Leiter des Orchestervereins Solingen, hatte fürs Neujahrskonzert ein schönes Programm zusammengestellt.

Haan. "Neujahr im Schnee, ist das schön!" - begrüßte Michael Forster, Dirigent und Leiter des Orchestervereins Solingen, sein Publikum. Und tatsächlich: Rund 300 Gäste mussten sich ihren Weg durch den Schnee zur evangelischen Kirche bahnen, um das traditionelle Neujahrskonzert zu besuchen.

Das Programm stand ganz im Zeichen des Walzers. Neben Klassikern wie der "Espana" von Emil Waldteufel und dem "Kaiserwalzer" von Johann Strauss spielten die 46 Musiker aber auch unbekanntere Stücke, wie zum Beispiel die "Stadtparkschönheiten" von Franz Lehár. Auch gesungen wurde in diesem Jahr wieder: "Karin Velinova ist unsere neue, überaus zauberhafte Solistin - und ich meine damit wirklich zauberhaft", verkündete der Dirigent, als die Sopranistin im schwarzen Abendkleid die Bühne betrat.

Sopranistin Karin Velinova begeisterte ihr Publikum

In der Tat bezauberte die 30-Jährige das Publikum und erntete mit Robert Stolz’ Liebeslied "Du sollst der Kaiser meiner Seele sein" großen Applaus. Dochnicht nur die Musik sorgte für heitere Stimmung bei den Gästen. Mit launigen Bemerkungen zur Wirtschaftskrise, zumBologna-Prozess und zur Schweinegrippe ließ Forster das vergangene Jahr humorvoll Revue passieren.

"Ich bin ein großer Anhänger des Bologna-Prozesses" sagte der 41-jährige Münchener schmunzelnd zwischen zwei Liedern, "Aus diesem Grund habe ich beschlossen, im nächsten Jahr alle Walzer auf drei Minuten zu kürzen - dann haben wir danach mehr Zeit unsere Einnahmen zu zählen." In diesem Jahr wurden die Walzer jedoch erfreulicherweise in voller Länge dargeboten - und so erwies sich das zweistündige Konzert am ersten Tag des neuen Jahres als voller Erfolg. Immerhin klatschten die Zuhörer anschließend solange, bis sowohl das Orchester, als auch die Solistin sich zu zwei Zugaben hinreißen ließen.

"Beim Neujahrskonzert in Haan freut sich das Publikum danach immer so", meinte Michael Forster nach dem Konzert, "deshalb macht es uns jedes Jahr sehr viel Spaß, hier aufzutreten." In Solingen ist das Orchester am 10. Januar zu sehen. Mit dem gleichen Programm wird es um 17 Uhr in den Arkaden der Firma General Electric an der Beethovenstraße ein Neujahrsbenefizkonzert für den Solinger Verein "Pro-Ost" geben.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer