Wuppertal. Ein Kraftfahrer aus Haan hat mit einem Komplizen zehn Jahre lang zwei kleine Kinder eines Kollegen sexuell schwer missbraucht. Das Wuppertaler Landgericht verurteilte den 40-Jährigen am Donnerstag zu acht Jahren Gefängnis.

Der schreckliche Verdacht war erst ans Licht gekommen, als der Mittäter des Kinderschänders starb und die Angehörigen in der Wohnung des Toten auf kinderpornografische Polaroid-Fotos stießen.

Das missbrauchte Mädchen soll beim Beginn der Misshandlungen gerade erst drei Jahre alt gewesen sein und noch Windeln getragen haben. Ihr Bruder war elf Jahre alt.

Nur durch sein Geständnis, das den Opfern "die Tortur einer Aussage vor Gericht erspart" habe, sei die Strafe unter zehn Jahren Gefängnis geblieben, betonte der Richter.

Die Eltern der beiden Kinder waren beide berufstätig. Der Kraftfahrer hatte sich ihr Vertrauen erschlichen und war mit den Kindern sogar allein in Urlaub gefahren.

Der inzwischen 22-jährige Junge bestätigte, missbraucht worden zu sein, als sich die Polizei an ihn wandte. Aus Angst vor den Kinderschändern, von denen einer zahlreiche Waffen besaß, habe er stets geschwiegen.

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