Macher und Einsatzkräfte ziehen zur Halbzeit des Volksfestes eine positive Bilanz.

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Strahlende Gesichter so weit das Auge reicht. Allerdings haben die Besucher auch allen Grund dazu: Das Wetter spielt mit, die Karussells machen Spaß, und „negative Begleiterscheinungen“ vieler Großveranstaltungen blieben bisher aus.

Strahlende Gesichter so weit das Auge reicht. Allerdings haben die Besucher auch allen Grund dazu: Das Wetter spielt mit, die Karussells machen Spaß, und „negative Begleiterscheinungen“ vieler Großveranstaltungen blieben bisher aus.

Strahlende Gesichter so weit das Auge reicht. Allerdings haben die Besucher auch allen Grund dazu: Das Wetter spielt mit, die Karussells machen Spaß, und „negative Begleiterscheinungen“ vieler Großveranstaltungen blieben bisher aus.

Haan. Strahlende Gesichter, wohin man schaute. Die Zufriedenheit war den Kirmes-Machern ins Gesicht geschrieben. "Auch wenn das Wetter heute nicht ganz so schön ist wie am Wochenende, es ist eine super Kirmes. Der Besucherandrang sprengt echt alle Rekorde", war Ordnungsamtsleiter Rainer Skroblies am Montag, am "Tag der Haaner", aus dem Häuschen. "Einfach klasse", strahlte auch Bürgermeister Knut vom Bovert, der sich schon am Morgen unters Volk mischte.

Schließlich hatten katholische und evangelische Kirchengemeinde schon in aller Frühe zum etwas anderen ökumenischen Gottesdienst geladen - auf dem Autoscooter, wo die Flitzer die Kirchenbänke ersetzten.

Von einem "nahezu ruhigen Verlauf" spricht die Polizei

Auch aus polizeilicher Sicht verlief bisher alles reibungslos. Zwar habe es einige Streitereien zumeist unter Betrunkenen gegeben, aber unterm Strich war es ein "nahezu ruhiger Verlauf", hieß es am Montag im Polizeibericht. Auch die im Vorfeld angekündigten Verkehrskontrollen "führten zu keiner Beanstandung".

Kein Verständnis hatten die Beamten jedoch für eines Mercedes-Fahrer aus Siegburg. Dass Kirmes ist, interessierte ihn offenbar nicht. Er wollte seinen Weg über die gesperrte Düsseldorfer Straße unbedingt fortsetzen. Das ging so weit, dass er einem der Verkehrskadetten (19) ganz langsam bis vor die Beine fuhr. Der 19-Jährige blieb unverletzt, der Mercedes-Fahrer aber machte sich aus dem Staub. Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren wegen Nötigung eingeleitet - der Verkehrskadett hatte sich das Kennzeichen gemerkt.

Glimpflich endeten zwei Vermisstenmeldungen. In beiden Fällen hatten Eltern im Trubel ihren Nachwuchs aus den Augen verloren. Nach kurzer Suche konnten sie ihre Sprösslinge jedoch wieder in die Arme schließen - der Kindersammelstelle des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) sei dank. Apropos DRK: Insgesamt 1700 Dienststunden versehen die Helfer von Rotem Kreuz und Maltesern während der vier tollen Tage. "Das ist schon ordentlich", so DRK-Bereitschaftsleiter Raphael Harlos. "Aber es macht auch einen Riesenspaß."

Jeden Tag ist ein Notarzt auf der Kirmes. Er wird entweder vom Haaner Krankenhaus oder einer anderen Klinik etwa aus Wuppertal oder Schwelm abgestellt.

70 DRK-Leute und 60 Malteser sind im Schichtdienst im Einsatz. 35 aus beiden Organisationen sind immer vor Ort. Hinzu kommen die Kräfte von Feuerwehr und Polizei.

Unter anderem sind ein Einsatzleitwagen, zwei Rettungswagen, ein Notarztwagen und mehrere Krankenwagen ständig vor Ort.

Zahlreiche Schaulustige verfolgten gestern Morgen das Schauspiel an der Ecke Kaiser-/Martin-Luther-Straße. Eingeladen hatte der "Traditionsverein Haaner Hahneköppen", der in diesem Jahr seinen zehnten Geburtstag feiert.

Geöffnet ist die Kirmes an ihrem vierten und letzten Tag erneut ab etwa 10 Uhr. Höhepunkt und offizieller Abschluss ist das große Feuerwerk ab 21.30 Uhr. Verantwortlich für das 20-minütige Spektakel sind die Pyrotechniker der Wuppertaler Firma Gellesch.

Genau wie für die Polizei war der bisherige Kirmesverlauf auch für die Rettungsdienste wenig aufregend. "Bis dato ging alles glimpflich ab. Achtmal mussten wir ausrücken. Schnittwunden, verstauchte Knöchel, Stürze - das gehört halt dazu. Schließlich sind am Ende bis zu 400 000 Besucher in Haan", so Harlos.

Ein 15-Jähriger musste volltrunken ins Krankenhaus

Was Klaus Klappert, stellvertretender Leiter der Feuerwehr, aber zu denken gibt, "sind die betrunkenen Jugendlichen, die immer mehr werden". Oft seien sie mit Rucksäcken bepackt - voll mit Alkoholika. "Oder sie glühen anderswo vor."

Zwar achten Ordnungs- und Jugendamt vermehrt auf den Nachwuchs und auch darauf, dass die Standbetreiber den Jugendschutz einhalten, aber in solchen Fällen sind den Mitarbeitern die Hände gebunden. Vier Einsätze wegen Volltrunkenheit gab es bisher. Der schlimmste betraf einen 15-Jährigen, der sogar ins Krankenhaus musste.

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