Die neue Umgehungsstraße wurde am Freitag freigegeben. Eine neue Vorfahrtsregelung gilt jetzt auch an der Hoch-/Ecke Brückenstraße.

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Die K20n soll Gruiten vom Durchgangsverkehr befreien. Seit gestern rollt der Verkehr über die zwei Kilometer lange und 8,8 Millionen Euro teure Umgehungsstraße.

Die K20n soll Gruiten vom Durchgangsverkehr befreien. Seit gestern rollt der Verkehr über die zwei Kilometer lange und 8,8 Millionen Euro teure Umgehungsstraße.

Stefan Fries

Die K20n soll Gruiten vom Durchgangsverkehr befreien. Seit gestern rollt der Verkehr über die zwei Kilometer lange und 8,8 Millionen Euro teure Umgehungsstraße.

Haan. Zwei Minuten brauchen Autofahrer vom Kreisverkehr auf der Gruitener Straße bis zur Ecke Park-/Vohwinkler Straße und sind damit deutlich schneller, als wenn sie sich über die Hoch- und Thunbuschstraße Richtung Gruiten-Dorf quälen würden. Möglich macht es die neue, zwei Kilometer lange, Umgehungsstraße K20n, die nach dreijähriger Bauzeit am Freitag für den Verkehr freigegeben wurde.

Die neue Ampel ist seit Punkt 11 Uhr am Freitag in Betrieb

Und das hatten nicht alle Gruitener mitbekommen. Hundehalter beispielsweise, die die gesperrte Straße bislang für ihre Spaziergänge genutzt hatten, waren überrascht, als ihnen am Freitagmorgen plötzlich Autos entgegen kamen. Passiert ist ihnen nichts, sie konnten auf den breiten Fußweg ausweichen.

In erster Linie sind es aber die Autofahrer, die sich durch die neue Straße auf Neuerungen in der Verkehrsführung einstellen müssen. Denn nicht nur an der Einmündung der Parkstraße auf die Vohwinkler Straße wurde die Vorfahrtsregelung verändert. Auch an der Brücken-/Ecke Hochstraße gilt eine neue Regelung. Die bislang geltende abknickende Vorfahrt von der Hoch- auf die Brückenstraße gilt nicht mehr. Dort müssen Autofahrer jetzt warten und dem Verkehr auf der Brückenstraße die Vorfahrt lassen.

"Wir haben um 11 Uhr die neue Ampelanlage in Betrieb genommen", sagte Nico Leonhardt, Bauingenieur beim Kreis Mettmann und Bauleiter der neuen Umgehungsstraße, gestern auf WZ-Nachfrage. "Die neue Signalanlage ist nicht nur eine Fußgängerampel, sie regelt auch den Einmündungsverkehr", sagt er. Mit entsprechenden zusätzlichen Schildern und Fahrbahnmarkierungen soll die neue Regelung für Autofahrer gut erkennbar sein.

Allerdings werde der "kleine Stich" - die 300 Meter lange Verbindung von der K20n an die Brückenstraße - noch nicht angenommen. "Viele Verkehrsteilnehmer nutzen noch den alten Straßenverlauf", sagt Leonhardt, ist aber optimistisch, dass sich auch das in Zukunft ändern wird.

Noch ein Vorfahrt-achten-Schild steht jetzt an der Parkstraße

Nach der laut gewordenen Kritik von Gruitener Bürgern an der neuen Vorfahrtsregelung Ecke Park-/Vohwinkler Straße hat der Kreis als Bauherr der Umgehungsstraße nachgebessert. Dort war am vergangenen Freitag die Vorfahrtsregelung geändert worden, ohne dass die entsprechenden Schilder aufgestellt waren. "Wir haben jetzt noch ein zusätzliches Vorfahrt-achten-Schild auf der Verkehrsinsel auf der Parkstraße platziert", sagte Leonhardt. "Damit lässt sich von oben kommend die neue Regelung noch besser erkennen."

Leonhardt ist nach eigener Aussage "heilfroh", dass die K20n endlich befahren werden kann. "Wir müssen jetzt noch ein paar Anpassungs- und Restarbeiten vornehmen", sagt er.

Auch im Bau-, Vergabe- und Verkehrsausschuss am Donnerstag war die K20n Thema. Ratsfrau Ursula Borgmann wies daraufhin, dass die Beschilderung im Kreisverkehr Vohwinkler Straße irreführend sei. Und in der Tat weist dort ein gelbes Schild mit der Aufschrift "Gruiten" ins Hasenhaus und damit in eine Sackgasse. Technischer Dezernent Matthias Buckesfeld: "Der Kreis schildert solch kleine Siedlungen wie das Hasenhaus nicht aus. Wir werden das auf dem kleinen Dienstweg ändern, aber nicht jetzt. Geben Sie uns Zeit, bis die Straßenverkehrsbehörde dort tätig werden darf." Wann das sein wird, sagte er aber nicht.

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