Die Eheleute haben das Kapital ihrer Stiftung deutlich erhöht.

wza_1500x1009_611127.jpeg
„Uns geht es gut“, sagen Karin und Gerhard Schmitz und haben vor fünf Jahren die Stiftung Haaner Jugendförderung gegründet.

„Uns geht es gut“, sagen Karin und Gerhard Schmitz und haben vor fünf Jahren die Stiftung Haaner Jugendförderung gegründet.

Stefan Fries

„Uns geht es gut“, sagen Karin und Gerhard Schmitz und haben vor fünf Jahren die Stiftung Haaner Jugendförderung gegründet.

Haan. Nein, Kinder haben die Eheleute Schmitz keine. Aber ein großes Herz für die Kleinen, das haben sie. Nicht für die, die sowieso schon alles haben und bekommen, sondern für die Mädchen und Jungen, denen es nicht so gut geht. "Eigentlich fehlt es bedürftigen Kinder doch an allen Ecken und Enden", finden Karin und Gerhard Schmitz. Die Haaner sind beide Jahrgang 1942, besaßen einmal eine internationale Spedition in Hilden und sind jetzt im Ruhestand. Im November2004 gründeten sie ihre Stiftung Haaner Jugendförderung.

Das Stiftungskapital haben die Eheleute auf 400.000 Euro erhöht

"Da feiern wir jetzt ein kleines Jubiläum", freuen sich die beiden über das fünfjährige Bestehen. Noch mehr aber freuen sie sich darüber, das Stiftungskapital um 150.000 Euro auf 400.000 Euro erhöhen zu können. "So können in den kommenden Jahren, je nach Zinsniveau, zwischen 20.000 und 24.000 Euro ausgeschüttet werden", sagt Karin Schmitz.

"Als wir vor fünf Jahren die Stiftung Haaner Jugendförderung gründeten, war der Hintergedanke: Wir sind kinderlos, uns geht es gut, wir wollen der Gesellschaft etwas zurück geben." Das sei in Deutschland kein so weit verbreiteter Gedanke wie beispielsweise in Amerika. Und auch im Freundeskreis werden die Eheleute Schmitz hin und wieder etwas komisch für ihr Engagement beäugt.

"Aber manchmal gibt es Zuspenden, gerne um die Weihnachtszeit", sagt Gerhard Schmitz. Weitestgehend aber stammt das Kapital, mit dem beispielsweise maßgeblich das Haaner Jugendhaus an der Alleestraße auf Vordermann gebracht wurde aus der privaten Schatulle. Gerhard Schmitz: "Das Jugendhaus ist so etwas wie unser Baby."

Geholfen wird der Bücherei oder auch der Privaten Kindergruppe

"Wir streuen und unterstützen nicht nur eine Institution allein", lautet das Prinzip ihrer Stiftung. Oft erfahren sie über Bürgermeister Knut vom Bovert, wo der Bedarf besonders groß oder finanzielle Hilfe benötigt wird, die die Stadt nicht leisten kann. Wenn also in der Musikschule das Geld fehlt, um neue Musikinstrumente anzuschaffen, springt die Stiftung ein. Auch bei der Stadtbücherei ist die Haaner Jugendförderung engagiert, wenn es darum geht, den Bücherbestand aufzustocken oder die so wichtigen Lesepaten zu finanzieren. Mit 1500 Euro wurde in diesem Jahr die Private Kindergruppe unterstützt, damit die Ausbildung einer Jahrspraktikantin bezuschusst werden konnte, der Schulverein der Hauptschule zum Diek freute sich über die gleiche Summe zu Maßnahmen in Sachen "Gewaltprävention" und auch der Förderkreis Kipkel wurde unterstützt.

Nebenbei unterrichtet Karin Schmitz Deutsche an der Hauptschule zum Diek. "Das sind momentan drei Schüler. Die Aufgabe macht mir Spaß." Allerdings gibt sie auch zu, mitunter gegen die Renitenz der Schüler angehen zu müssen. "Aber waren wir in dem Alter anders? Der Dank kommt irgendwann später", sagt sie. Was sich Karin und Gerhard Schmitz für das neue Jahr wünschen? "Dass die Stiftung viel Geld abwirft, sodass wir weiterhin sinnvolle Projekte unterstützen und fördern können."

Kontakt zur der Stiftung kann über die Homepage der Stadt aufgenommen werden.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer