Ralf Marschke gewinnt beim „Großen Preis von Haan“. Wenige Piloten am Start.

Haan. Ein paar Holzbretter, vier Räder, ein Lenkrad - viel mehr ist nicht nötig, um selbst eine waschechte Seifenkiste zu bauen. Der Fantasie sind bei der kreativen Gestaltung keine Grenzen gesetzt.

Und so ging es am vergangenen Wochenende beim Bohle BobbyCar-Cup, den die Närrische Zelle Haan mit Unterstützung der Firma Bohle AG veranstaltet hat, nicht nur um die Schnelligkeit - die auch schon mal bei rund 50 Stundenkilometern liegen kann. Auch das originellste der bunten, nicht motorisierten Kleinfahrzeuge wurde von der Jury prämiert.

Vor dem Rennen rollten die Bobby Cars zur technischen Abnahme

Der Samstag im Industriegebiet-Ost begann mit einem freien Training. Zuvor mussten die Seifenkisten jedoch die technische Abnahme durch Carsten Vedder bestehen - die Sicherheit geht vor. So war auch die abschüssige, 300 Meter lange Rennstrecke auf einem abgesperrten Teil der Rheinischen Straße an beiden Seiten mit Strohballen abgesichert.

Im KO-System wurde dann der Sieger beim "Großen Preis von Haan" im Seifenkistenrennen ermittelt: Ralf Marschke konnte sich durchsetzen. "Wegen des schlechten Wetters waren es leider nicht so viele Teilnehmer wie erwartet", bedauerte Katja Kallenbach, die erste Vorsitzende der Närrischen Zelle Haan. Im ersten Rennen starteten lediglich drei Fahrer.

Die Zuschauer waren hingegen nicht ganz so pingelig und statteten dem Bobbycar-Cup trotz Regen einen Besuch ab. "Das zweite Rennen musste ganz ausfallen; im Rennen der Senioren waren es immerhin zehn Starter - vor allem Haaner Handwerker, die ihre Fahrzeuge in mühevoller Kleinarbeit gestaltet haben."

Das erste Rennen in Deutschland mit den nicht motorisierten Seifenkisten fand 1904 statt. Am Wochenende veranstaltete die Närrische Zelle Haan im Industriegebiet Ost den Bohle Bobby-Car-Cup. In mehreren Rennen kämpften Fahrer aller Altersklassen in ihren Fahrzeugen um den Sieg. Platz eins belegte Ralf Marschke vor Markus Diehlmann und Silvio Göbel; der Preis für die originellste Seifenkiste ging an das Dreierteam "Pifosa".

Und so waren mit Harz ausgegossene Bobbycars zu sehen, verlängerte Lenkstangen, die an eine Harley Davidson erinnerten oder ein über und über mit Fliesen beklebtes Exemplar.

"Der Preis für das originellste Fahrzeug ging an das Team Pifosa: Eine Fahrt mit dem Heißluftballon über Haan", so Kallenbach. Nach den Rennen lockten Siegerparty und ein Bierstand.

Ein Teller heiße Erbsensuppe wärmte von innen, süße Leckereien wie Zuckerwatte oder Schokofrüchte rundeten das kulinarische Angebot ab.

Am Sonntag standen dann die Kinder im Mittelpunkt beim "Großen Preis von Haan", der unter Lizenz des Bobby Car-Clubs Deutschland stattfand: In fünf Rennen kämpften die Jüngsten zwischen drei und 13 Jahren um den Sieg.

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