sportplatz Die Umkleidekabinen an der Hochdahler Straße wurden, entgegen anders lautender Gerüchte, aufwändig saniert.

Das Duschen kommt später. Zunächst überzeugen sich Rolf Weber (r.) vom städtischen Gebäudemanagement und Ingo Thönes, Vorsitzender der SSVg Haan, von der Wertigkeit der Sanierung.
Das Duschen kommt später. Zunächst überzeugen sich Rolf Weber (r.) vom städtischen Gebäudemanagement und Ingo Thönes, Vorsitzender der SSVg Haan, von der Wertigkeit der Sanierung.

Das Duschen kommt später. Zunächst überzeugen sich Rolf Weber (r.) vom städtischen Gebäudemanagement und Ingo Thönes, Vorsitzender der SSVg Haan, von der Wertigkeit der Sanierung.

Stefan Fries

Das Duschen kommt später. Zunächst überzeugen sich Rolf Weber (r.) vom städtischen Gebäudemanagement und Ingo Thönes, Vorsitzender der SSVg Haan, von der Wertigkeit der Sanierung.

Haan. Der erste Vorsitzende der SSVg 06 Haan, Ingo Thönes, schüttelt den Kopf. Dass es das Gerücht gibt, jetzt würden doch nicht alle Umkleiden am Sportplatz Hochdahler Straße saniert, weil der Stadt das Geld ausgegangen ist, kann er nicht nachvollziehen. "Ich war am Donnerstagabend mit meinen Vorstandskollegen in den Umkleiden", sagt er. "Dort ist alles in einem Top-Zustand." Und er fährt fort: "Wir haben den Platz für 1,2 Millionen Euro und jetzt auch noch die neuen Umkleiden bekommen. Da kann man dem Gebäudemanagement nur danken."

"Wir haben alles rausgenommen und erneuert."

Ute Eden, Leiterin städtisches Gebäudemanagement

Auch Ute Eden, die Leiterin des städtischen Gebäudemanagements, kann sich nicht erklären, woher das Gerücht kommen könnte. "Wir übergeben die sanierten Raume dem Verein inoffiziell am kommenden Mittwoch, damit dessen Sportler sie endlich benutzen können", sagt sie.

In den vergangenen Monaten hat die Stadt beide Umkleideräume komplett sanieren lassen. "Die waren sehr marode", sagt Ute Eden. Im Duschraum waren die Rinnen undicht, Wasser drang in den Untergrund und beschädigte die tragende Betonkonstruktion. "Die mussten wir verstärken", so Eden. In Absprache mit den Nutzern der Umkleiden seien darüber hinaus funktionale Veränderungen der Räume vorgenommen wurden. Jetzt gibt es einen Vereinsraum sowie einen Raum, den sich Schiedsrichter und Lehrer teilen.

Die Duschen wurden komplett saniert. Eden: "Wir haben alles rausgenommen und erneuert: Estrich, Fliesen, Armaturen." Boden und Wände seien abgedichtet worden. "Wir haben dort jetzt den gleichen Standard wie in der sanierten Sporthalle am Schulzentrum Walder Straße", sagt die Fachfrau. "In den anderen Bereichen waren wir etwas zurückhaltender, aber das kann sich ebenfalls sehen lassen."

250000 Euro hat die Renovierung der Umkleiden inklusive der Sanitärbereiche gekostet. "Das war keine energetische Sanierung, aber das ist für die Nutzer ja nicht so relevant", sagt Ute Eden. "So haben wir das Flachdach nur instandgesetzt." Rund 15 Jahre muss der Zustand der Umkleiden "durchhalten". Das entspricht der Haltbarkeit des Kunstrasenplatzes, den die Stadt an der Hochdahler Straße angelegt hat.

Im Februar 2009 wurde mit der Sanierung der Sportanlage Hochdahler Straße begonnen. Kosten: 1,31 Millionen Euro. Dort entstehen fünf Rundlaufbahnen à 400 Meter, sechs Kurzstreckenbahnen à 110 Meter, zwei Weitsprunganlagen, ein Volleyballspielfeld, ein Basketballkorb, eine Fläche zum Aufstellen einer Hochsprunganlage, ein Einstichkasten für die Stabhochsprunganlage, ein Kleinspielfeld , ein Kopfballpendel, eine Kugelstoßanlage und ein Diskuswurfkreis.

Das Großspielfeld (66 x 100 Meter) und das Kleinspielfeld (18 x 28 Meter) haben einen sandgefüllten Kunststoffrasenbelag erhalten. Die Laufbahnen und der westliche Bereich werden im Frühjahr, so bald das Wetter es zulässt, mit einer Kunststoffoberfläche versehen.

Mit dem Schulverwaltungsamt wird zurzeit ein Vertragswerk erarbeitet, das das Zusammenspiel zwischen Stadt und den Nutzern der Anlage regelt. Technischer Beigeordneter Matthias Buckesfeld: "Wir wollen so wenig Zweifel wie möglich an der Auslegung des Vertrages lassen und das Prinzip der nachhaltigen Bewirtschaftung der Immobilie verankern." Die Gaststätte am Sportplatz wird dabei eingeklammert. Buckesfeld: "Das ist nicht unser Bereich."

Für Ingo Thönes ist klar, dass der sanierte Zustand so lange wie möglich erhalten bleibt. "Das ist meine große Sorge", sagt er und will die Eltern der jungen Sportler zu einem Infoabend einladen. Denn während der Sanierungsarbeiten hatte die Stadt auch eine neue Tür zum Geräteraum eingebaut. Eden: "Einen halben Tag später war die zerdeppert."

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