Kommunalwahl: Die CDU-Mitglieder haben mit Klaus Mentrop ihren Kandidaten fürs Bürgermeisteramt gewählt. Gegner gab es keine.

Sechs Frauen und 13 Männer bewerben sich für die CDU um ein Mandat im neuen Haaner Stadtrat, der wahrscheinlich Anfang Juni gewählt wird.
Sechs Frauen und 13 Männer bewerben sich für die CDU um ein Mandat im neuen Haaner Stadtrat, der wahrscheinlich Anfang Juni gewählt wird.

Sechs Frauen und 13 Männer bewerben sich für die CDU um ein Mandat im neuen Haaner Stadtrat, der wahrscheinlich Anfang Juni gewählt wird.

Stefan Fries

Sechs Frauen und 13 Männer bewerben sich für die CDU um ein Mandat im neuen Haaner Stadtrat, der wahrscheinlich Anfang Juni gewählt wird.

Haan. "Einen amtierenden Bürgermeister aus dem Amt zu hieven, ist eine sportliche Herausforderung", sagte CDU-Stadtverbandsvorsitzender Wolfram Lohmar am Mittwochabend im Konferenzsaal des Supé-Restaurants an der Bollenheide. Und nannte die Kriterien für einen CDU-Bürgermeister: "Er muss aus Haan kommen, sollte ein offenes Ohr haben, authentisch sein, Ehrlichkeit rüberbringen, Verlässlichkeit beweisen und Herzblut zeigen."

Er solle verbindlich und gewinnend sein sowie in der täglichen Rats- und Verwaltungsarbeit verbindend auftreten. Klaus Mentrop, so hofft die CDU, vereint alle dieser Voraussetzungen in seiner Person.

Und weil die Ansprüche an ihn hoch sind, war Klaus Mentrop entsprechend nervös. Er musste die gut 100 Gäste (77 von ihnen waren stimmberechtigt) von sich überzeugen, schließlich waren sie gekommen, um endlich ihren Bürgermeister zu wählen.

"Nach der zehnten Rede wird sich die Aufregung legen. Üben Sie zu Hause, aber schonen Sie Ihre Frau."

Versammlungsleiter Klaus-Dieter Völker zu Klaus Mentrop nach seiner Rede

Mit einer kurzen Rede stellte er sich dem Publikum vor, skizzierte seinen Lebenslauf und gab sein Motto vor: "Haan kann Gutes noch besser machen." Konkrete Ziele, Projekte, die ihm am Herzen liegen, nannte er nicht. "Ich kann mich auf die CDU-Familie verlassen", sagte er. Deren Mitglieder haben - verteilt auf ganz Haan - ein offenes Ohr für den Bürger. Er könne auf Fachleute zurückgreifen, die keine Fragen offen ließen, mit deren Hilfe und schnelle und effiziente Entscheidungen treffen. Mentrop: "Unser Bürgermeister wird keine Marionette der Partei sein."

70 von 77 stimmberechtigten Mitgliedern wählten ihn zum Bürgermeisterkandidaten. Langanhaltender Applaus begleitete die Bekanntgabe des Ergebnisses. Dann ging es Schlag auf Schlag: 19 Kandidaten für den Stadtrat wurden ebenso gewählt wie deren so genannte "Huckepack"-Kandidaten. Direkte Vertreter der Ratskandidaten, die sich in die Ratsarbeit einarbeiten und gegebenen falls auch das Mandat übernehmen können. Denn die CDU möchte neue Wege gehen, den Generationenwechsel aber nicht mit der Brechstange herbeiführen. Dafür spricht auch das Durchschnittsalter der 19 Ratskandidaten, das bei 54,8 Jahren liegt. Alle Kandidaten wurden mit großer Mehrheit gewählt.

Jens Lemke (Wahlkreis 1010, direkter Vertreter Carsten Julius), Brigitte Taschke (1020, Wolfgang Wahle), Karl-August Niepenberg (1030, Uschi Borgmann), Andreas Wasgien (1040, Dieter Schauf), Hans-Peter Bartz (1050, Folke Schmelcher), Rainer Wetterau (1060, Philipp Thome), Gerd Holberg (1070, Tobias Kaimer), Wolfgang Goeken (1080, Phiipp Heimansfeld), Udo Greeff (1090, Maria Schormann), Doris Buchholz (1100, Annette Braun-Kohl), Monika Morwind (1110, Hermann Meier), Marlene Altmann (1120, Jens Mühlmeister), Dieter Gräßler (1130 Edwin Bölke), Marlies Goetze (1140, Marc Seeger), Harald Giebels (1150, Klaus Wiener), Klaus Mentrop (1160, Wolfram Lohmar), Meike Lukat (1170, Klaus Holleitner), Reinhard Pech (1180, Cornelius Tonn), Mantoy Becker (1190, Sebastian Unger).

Bei der Kommunal nicht mehr antreten werden die Ratsmitglieder Hildegrad Treis, Annette Braun-Kohl und Heinz Bogatzki.

Ihnen allen gab Versammlungsleiter und CDU-Fraktionsvorsitzender im Kreistag, Klaus Dieter Völker mit auf den Weg: "Sie müssen Ihr Ratsmandat direkt holen. Das ist Pflicht. Das beginnt mit Hausbesuchen, geht weiter mit Hausbesuchen und endet mit Hausbesuchen."

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