1600 Mädchen und Jungen sind gerannt, was das Zeug hielt.

Aktion
In den Grundschulen wurde vor dem großen Finale trainiert – wie hier an der Astrid-Lindgren-Schule.

In den Grundschulen wurde vor dem großen Finale trainiert – wie hier an der Astrid-Lindgren-Schule.

Stefan Fries

In den Grundschulen wurde vor dem großen Finale trainiert – wie hier an der Astrid-Lindgren-Schule.

Mettmann. Angefeuert von den Lehrerinnen Daniela Ludwig, Rita Schamel und Birgit Puller saust Alex durch den Parcours in der Turnhalle der Astrid-Lindgren-Schule. „Ich bin schneller geworden“, freut sich der Junge (10). Der kleine Zettel, den Carolin Steimel ihm gibt, bestätigt es. Er hat sich von 6,45 auf 6,34 Sekunden verbessert.

Sprint durch einen 15 Meter langen Parcours

Der computergestützte Laufparcours namens „speed4“ bringt Kinder nicht nur in Bewegung, sondern misst sekundengenau, wie schnell sie für die 15 Meter lange Strecke brauchen. Das „Speed4-Team“ mit Carolin Steimel und Kollege Christian Hens war in allen Mettmanner Grundschulen, um Jungen und Mädchen zur sportlichen Bewegung mit Spaß zu animieren.

„Seit zwei Wochen wussten wir, dass wir mitmachen“, sagt Birigit Puller an der Astrid-Lindgren-Schule. „Es gibt ja Kinder, die außerhalb der Schule gar keinen Sport machen. Die kommen vielleicht auf den Geschmack.“ Andere haben sogar vorher ein bisschen trainiert. So wie Philomena. „Ich war im Wald laufen. Auch um Slalom zu üben.“ Dann musste sie auf dem „Speed“-Hinweg an fünf Hütchen vorbei sprinten und sie auf dem Rückweg umlaufen.

„Entwickelt“, so Hens, „wurde diese Art der exakten Messung für den Profisport.“ Kein geringerer als Lionel Messi, Weltfußballer und Stürmerstar bei Barcelona, hält den Weltrekord von 5,125 Sekunden. Der deutsche Nationalspieler Marko Marin liegt bei 5,275 Sekunden. Beide übrigens mit einem Fußball, den sie durch den Parcours dribbeln.

Am Finale nahmen 620 Kinder bei Gottfried Schultz teil

Auch bei Kindern bringt der wiederholte Einsatz dieses Slalomlaufes (ohne Ball) nachweislich Effekte. Neben der Stabilisierung des Herz-Kreislauf-Systems und der Verbesserung des Ausdauerzustandes werden die koordinativen Fähigkeiten ausgebaut. „Ja, das hat richtig Spaß gemacht“, freuten sich auch Marvin und Denise über den außergewöhnlichen Adrenalinschub.

Zum große Finale von „speed4“ traten 620 Grundschüler im Autohaus Gottfried Schultz an der Johannes-Flintrop-Straße gegeneinander an. „Die Teilnehmerzahl ist phänomenal“, meinte „speed4“-Erfinder Wolfgang Paes. So viele Kinder hätten noch nie bei einem Finale mitgemacht. Das sei Deutschlandrekord.

Insgesamt sind beim Training in den Schulen 1600 Schüler durch den Parcours gelaufen. Die flinken Sprinter absolvierten in 12 000 Läufen 240 000 Meter, hat das „speed4“-Team genau ausgerechnet.

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