Wie soll die neue Anlage aussehen und was kann sich der Verein leisten? Das soll jetzt eine achtköpfige Gruppe klären.

Einstimmig votierte der Verein auf seiner außerordentlichen Mitgliederversammlung für eine neue Satzung. Beim Thema Sportplatzsanierung gibt es noch keine Einigkeit. Das soll sich jetzt ändern.
Einstimmig votierte der Verein auf seiner außerordentlichen Mitgliederversammlung für eine neue Satzung. Beim Thema Sportplatzsanierung gibt es noch keine Einigkeit. Das soll sich jetzt ändern.

Einstimmig votierte der Verein auf seiner außerordentlichen Mitgliederversammlung für eine neue Satzung. Beim Thema Sportplatzsanierung gibt es noch keine Einigkeit. Das soll sich jetzt ändern.

Stefan Fries

Einstimmig votierte der Verein auf seiner außerordentlichen Mitgliederversammlung für eine neue Satzung. Beim Thema Sportplatzsanierung gibt es noch keine Einigkeit. Das soll sich jetzt ändern.

Gruiten. Nichts genaues weiß man nicht: So könnte das Fazit der außerordentlichen Mitgliederversammlung des TSV Gruiten vom Freitagabend lauten. Hinsichtlich der Sanierung des alten Sportplatzes gibt es zwar einige Ideen - "doch da muss noch viel Fleisch dran", wie der 1.Vorsitzende des TSV, Jürgen Boes, erklärte.

Über 50 Vereinsmitglieder kamen im Sportheim zusammen und erwarteten gespannt die neuesten Entwicklungen. Urlaubsbedingt nicht erschienen war Dieter Schauf vom Förderverein.

"Dieses Problem der Sanierung ist nicht in zwei Wochen zu lösen."

Jürgen Boes, 1.Vorsitzender des TSV Gruiten

Anwesend war hingegen dessen Kassenwart Hans Richartz, der noch vor knapp zwei Wochen mit einem kritischen Leserbrief anmerkte, dass ursprünglich ein früherer Termin für die außerordentliche Mitgliederversammlung vorgesehen war. Einer, an dem auch Schauf hätte teilnehmen können.

So aber berichteten Jürgen Boes und TSV-Kassenwart Kai Kipper von den weiteren Plänen. Boes fungierte hierbei in einer Doppelrolle. Zum einen leitete er Aussagen Schaufs weiter, mit dem er noch kurz vor dessen Urlaubsantritt über das Thema gesprochen hatte. Zum anderen gab er auch seine eigenen Ideen und Ansichten wieder.

Interessanteste Neuerung ist die Einführung eines Arbeitskreises, der sich ausschließlich mit den vielfältigen Problemen der Sanierung befassen soll. Aktuell besteht er aus zwei Personen des Fördervereins sowie vier Mitgliedern der Fußballabteilung. Boes: "Auf zehn bis zwölf Personen soll dieser Arbeitskreis beschränkt bleiben."

Einstimmig beschlossen wurde auf der knapp zweistündigen Mitgliederversammlung auch eine neue Satzung. "Vor allem aus steuerrechtlichen Gründen war eine Neuordnung nötig", erklärte Kipper.

Widersprüche in der alten Satzung wurden aufgelöst und Verantwortlichkeiten in einer Geschäfts-, Finanz- und Jugendordnung geregelt. Aus dem Ältestenrat wird der Ehrenrat, der Vorstand wurde handlungsfähiger gemacht und der erweiterte Vorstand verschlankt. Kipper: "Insgesamt ist aus der neuen Satzung eine runde und zeitgemäße Sache geworden. Die Arbeit der vergangenen Wochen hat sich gelohnt."

Zwei weitere Teilnehmer meldeten sich noch am Abend. "Klar ist, dass der Begriff Arbeit eindeutig hervorzuheben ist. Dieses Problem der Sanierung, das haben alle mittlerweile gemerkt, ist nicht in zwei Wochen zu lösen", stellte Boes die neu formierte Gruppe auf zeitintensive Wochen und Monate ein.

Auch das Thema Windfoche wurde erneut angeschnitten

Konkret soll der Arbeitskreis herausfinden, was wann machbar ist. Noch immer stehen einige Vorschläge im Raum: von einer bloßen Kunstrasen-Verlegung für 300.000 Euro über eine zusätzliche Sanierung der Laufbahn (Kostenpunkt bis zu 600.000 Euro) bis hin zu einem kompletten Neubau inklusive Multifunktionshalle.

Das Projekt müsse abteilungsübergreifend gestaltet werden, so ein Tenor der Versammlung. Das hätte eine enorme Strahlkraft auf den Verein und ganz Gruiten. Vorgeschlagen wurden Sponsorenläufe, Einnahmen über Eintrittsgelder bei spannenden Partien, Sonderbeiträge der Mitglieder oder auch der Verkauf von Anteilen am neuen Kunstrasenplatz. "In jedem Fall muss der Stadt ein in sich schlüssiges Konzept inklusive einer tragfähigen Finanzierung vorgelegt werden, anders geht es nicht", mahnte Kipper an.

Zum Thema Windfoche ergänzte Jürgen Boes: "Diese langfristige Option wollen wir uns nicht komplett verbauen. Große Teile des Grundstücks gehören schon der Stadt, kurzfristig aber ist eine andere Lösung notwendig. Sonst läuft uns die Jugend davon."

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