Die Kanalbauarbeiten auf der Berliner und der Stettiner Straße dauern bis Ende Februar.

Auf der Berliner Straße, zwischen Weimarer und Potsdamer Straße, muss der Verkehr noch bis mindestens Ende Februar einspurig an der Baustelle vorbeigeführt werden.
Auf der Berliner Straße, zwischen Weimarer und Potsdamer Straße, muss der Verkehr noch bis mindestens Ende Februar einspurig an der Baustelle vorbeigeführt werden.

Auf der Berliner Straße, zwischen Weimarer und Potsdamer Straße, muss der Verkehr noch bis mindestens Ende Februar einspurig an der Baustelle vorbeigeführt werden.

Stefan Fries

Auf der Berliner Straße, zwischen Weimarer und Potsdamer Straße, muss der Verkehr noch bis mindestens Ende Februar einspurig an der Baustelle vorbeigeführt werden.

Mettmann. Autofahrer, die jeden Tag über die Berliner Straße fahren, müssen auch in den kommenden Wochen noch viel Geduld aufbringen.

Die Kanalbauarbeiten auf der Berliner Straße sind wegen des schneereichen Winters mächtig in Verzug geraten. „Wir hängen knapp sechs Wochen hinterher“, sagt Kurt Werner Geschorec, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung, Umwelt, Bau. Zwischen Weimarer- und Potsdamer Straße wird es also weiterhin zu Behinderungen kommen, weil der Verkehr nur einspurig an der Baustelle vorbeigeführt werden kann.

Anfang September wurde mit den Kanalbauarbeiten begonnen

Ende Februar, schätzt Holger Schubert, Abteilungsleiter Stadtentwässerung, wird die Baustelle auf der Berliner Straße verschwunden sein, „wenn das Wetter mitspielt“, schränkt er allerdings ein. Anfang September wurde mit den Kanalbauarbeiten begonnen, bis Weihnachten sollten sie abgeschlossen sein – dann kam der Schnee.

Wegen des Verzugs auf der Berliner Straße werden sich die Arbeiten auch auf der Stettiner Straße bis Ende April, Anfang Mai hinziehen, sagt Schubert. An beiden Stellen werden Stauraumkanäle zum Schutz der Innenstadt gebaut, damit bei starken Niederschlägen nicht die Gullydeckel rund um den Jubiläumsplatz hochfliegen. Mit den Stauwerken kann das Wasser kontrolliert abgeleitet werden.

Deshalb ist an der Berliner Straße ein Kanal mit einem Durchmesser von 2,40 Meter unter der Straße verbaut worden. „Der Kanal, der das Abwasser und das Regenwasser zum Stauraumkanal führt, hat gerade einmal einen Durchmesser von 40 Zentimetern, der Kanal am Ende des Staubeckens hat einen Durchmesser von 30 Zentimetern“, sagt Schubert.

Kosten für die Baumaßnahmen: 680 000 Euro

Ein weiterer Stauraumkanal soll 2012 im Bereich Magdeburger Straße/Borner Weg angelegt werden. Der Kanal wird auf der Wiese hinter dem Bolzplatz der Otfried-Preußler-Schule gebaut.
 

Beide Kanalbaumaßnahmen schlagen mit rund 680  000 Euro zu Buche. Zweimal musste finanziell aufgestockt werden. Denn sowohl an der Berliner- als auch an der Stettiner Straße stießen die Bauarbeiter auf den Mettmanner Lehmboden. Schubert: „Darauf kann man keine Gründung für einen großen Stauraumkanal bauen. Der Lehm wurde ausgebaggert und durch Schotter ersetzt.

Baufirma hatte Angst vor Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg

Kurios: Mehrkosten kamen auf die Stadt auch zu, weil die Firma vor Baubeginn einen Nachweis anforderte, dass im Boden keine Kampfmittel vorhanden sind. Die Stadt forderte von der Bezirksregierung eine Luftbildauswertung der Bauflächen an. Demnach gab es keine Hinweise auf explosive Hinterlassenschaften aus dem Zweiten Weltkrieg. Was nicht verwundert, weil Mettmann nie Ziel alliierter Bombenangriffe war.

Doch mit der Luftbildauswertung gab sich das Unternehmen nicht einverstanden, sondern forderte Untersuchungen vor Ort. Da zu diesem Zeitpunkt eine Verschiebung des Baubeginns nicht ohne höhere Folgekosten für die Stadt geblieben wäre, wurde den Bohrungen zugestimmt. Die Untersuchungen und die damit verbundene Bauverzögerung beliefen sich für beide Baustellen auf 60 000 Euro.

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