Laut Eigentümer wird die Sanierung im Mai beendet.

Mettmann
Noch sieht es wüst aus am alten Amtsgericht.

Noch sieht es wüst aus am alten Amtsgericht.

D. Janicki

Noch sieht es wüst aus am alten Amtsgericht.

Die Sanierungsarbeiten am und im Alten Amtsgericht sollen weiter gehen, sagte gestern der Eigentümer auf Nachfrage. Er geht davon aus, dass die Arbeiten bis Mai abgeschlossen sein werden.

„Wir haben fast überall die neuen Fenster eingesetzt.“ Der Eindruck, dass sich auf der Baustelle Altes Amtsgericht nichts tut, täusche, sagte der Eigentümer und Bauherr bereits im August 2014. Er teilte damals mit, dass Türen und Fenster in einer auswärtigen Werkstatt angefertigt und für den Einbau vorbereitet würden. Richtig ist, dass die alten Fenster durch neue ersetzt worden sind, aber nicht alle. Auch Installateure und Trockenausbauer seien auf der Baustelle gewesen. Demnächst werde die Fassade auf Vordermann gebracht, dann würden die Maler- und Fußbodenarbeiten folgen.

Eigentlich sollte die Sanierung im Herbst 2014 fertig sein

Der Eigentümer rechnete ursprünglich damit, dass die Sanierungs- und Umbauarbeiten im Herbst 2014 abgeschlossen seien. Doch daraus ist nichts geworden. Zur Erinnerung: Im Frühjahr 2014 rückten Arbeiter an und begannen mit der Sanierung des Gebäudes. Wände wurden versetzt oder eingerissen, neue Stromleitungen verlegt.

1879 hat das preußische Gericht seine Arbeit aufgenommen

Zur Vorgeschichte: 1879 nahm das Amtsgericht als preußisches Gericht seine Arbeit in den Räumen des alten Rathauses in der Oberstraße 9 auf. Das historische Amtsgerichtsgebäude in der Gartenstraße 5, das unter Denkmalschutz steht, wurde am 15. August 1900 bezogen. Die Baukosten beliefen sich damals auf 137 000 Mark. Seit 2007 stand das Gebäude leer. Der Zahn der Zeit nagte an dem über 100 Jahre alten Haus. Die Fassade bröckelte. Das Land NRW hatte große Mühe, einen Käufer für das Gebäude zu finden. Die Auflagen des Denkmalschutzes und die hohen Sanierungskosten schreckten Käufer ab.

Schließlich fand sich doch noch ein Käufer: Ein Mann aus Köln kaufte das Amtsgericht im Oktober 2011.

Rund 1,4 Millionen Euro will der neue Eigentümer investieren, um zehn Mietwohnungen zu schaffen. Das Gebäude muss dafür kernsaniert werden. Die Fassade, so die Auflage, muss erhalten bleiben. Die Wohnungen sollen zwischen 50 und 140 Quadratmeter groß sein. Der Gerichtssaal und die Zellen im Keller sollen laut Denkmalschutz erhalten bleiben.

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