Im Vorjahr rückten die Retter zu 4871 Einsätzen aus. In 153 Fällen brannte es.

Am 1. Juli explodierte eine Wohnung an der Stahlenhauser Straße. Für die Feuerwehr bedeutete das einen Großeinsatz.
Am 1. Juli explodierte eine Wohnung an der Stahlenhauser Straße. Für die Feuerwehr bedeutete das einen Großeinsatz.

Am 1. Juli explodierte eine Wohnung an der Stahlenhauser Straße. Für die Feuerwehr bedeutete das einen Großeinsatz.

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Am 1. Juli explodierte eine Wohnung an der Stahlenhauser Straße. Für die Feuerwehr bedeutete das einen Großeinsatz.

Erkrath. Ob Sturmtief, schwere Verkehrsunfälle oder auch die plötzlich als gefährlich eingestufte und dann wieder in der Versenkung verschwundene Pikrinsäure - 2008 hatte die Feuerwehr alle Hände voll zu tun.

Um gut ein Viertel stieg die Zahl der Brandeinsätze im Vorjahr. 153 Mal wurden die Wehrleute zu einem Feuer gerufen. Darunter waren auch so spektakuläre Fälle wie der Wohnungsbrand an der Mühlenstraße im Februar. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand der Rauch so dicht über der Straße, dass die Einsatzkräfte kaum die Hand vor Augen sehen konnten - es wurde niemand verletzt.

Bundesweite Aufmerksamkeit erfuhr die Feuerwehr am 1. Juli. In einem Haus an der Stahlenhauser Straße stand eine Wohnung nach einer Explosion in Flammen. Mehrere Fernsehsender berichteten, und schon während der Löscharbeiten stellte ein Augenzeuge Videos ins Internet auf denen zu sehen war, wie Feuerwehrleute im sprichwörtlich letzten Moment eine Frau vor dem Rauch in Sicherheit brachten.

Ursache des Feuers war Brandstiftung. Ein Mann hatte, um einen Einbruch zu vertuschen, Benzin versprüht und angezündet. "Da können wir drauf verzichten", sagte Stadtbrandmeister Guido Vogt.

Gesundheitsreform produziert Mehrkosten

Neben der Zahl der Brandeinsätze stieg auch die Zahl der Notfallrettungen. Doch Vogt glaubt nicht, dass die Erkrather im vergangenen Jahr häufiger krank waren. "Das liegt wohl eher an der Gesundheitsreform", so der Stadtbrandmeister.

Für Ärzte sei es inzwischen leichter, einen Rettungswagen zu bestellen, statt auf den billigeren, aber langsameren Krankenwagen zu warten. Die Statistik stützt seine These. Der Rückgang bei den Krankentransporten ist beinahe so hoch wie der Zuwachs bei den Notfallrettungen.

Obwohl die Feuerwehr immer häufiger gebraucht wird - ihr Personalstand ist weiterhin rückläufig. Nur noch 93 aktive Mitglieder zählt die Freiwillige Feuerwehr. Eindringlich war daher Vogts Appell an die Feuerwehrleute und die Gäste aus der Politik, aktiv neue Mitglieder zu werben.

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