Kurz bevor der neue Abteilungsleiter seinen Job antreten sollte, sagte der Mann ab. Mettmanns Feuerwehr muss improvisieren, bis ein neuer Bewerber gefunden ist.

Für Dietmar Wichmann (l.) und Rolf Hamacher soll ein Nachfolger gefunden werden.  Archiv
Für Dietmar Wichmann (l.) und Rolf Hamacher soll ein Nachfolger gefunden werden. Archiv

Für Dietmar Wichmann (l.) und Rolf Hamacher soll ein Nachfolger gefunden werden. Archiv

Hüskes

Für Dietmar Wichmann (l.) und Rolf Hamacher soll ein Nachfolger gefunden werden. Archiv

Mettmann. Die Stadt Mettmann hat mal wieder Pech bei der Besetzung einer Stelle. Der designierte Nachfolger von Rolf Hamacher und Dietmar Wichmann als Abteilungsleiter Feuerschutz und Rettungswesen hat der Stadt Mettmann kurzfristig einen Korb gegeben. 16 Feuerwehrleute hatten sich um die Stelle beworben. Der Mann aus dem Münsterland war als bester Kandidat vom städtischen Auswahlgremium befunden worden. Jetzt zog er angeblich aus persönlichen Gründen zurück. Insider gehen davon aus, dass die Stelle erst wieder im Juli/August besetzt werden kann.

Der Personalrat spricht sogar von Ende des Jahres. Jetzt muss laut Erstem Beigeordneten Dietrich Stang möglicherweise neu ausgeschrieben werden. Das neue Bewerbungsverfahren wird Monate dauern, sagt Stang. Möglicherweise, so Stang gestern, verkürze man aber das Verfahren und ein weiterer Bewerber, der einen Rückzug gemacht habe, komme wieder ins Rennen.

Also alles wieder auf Anfang und eine interne Ausschreibung

Komisch, sagen Kritiker: Bei der Stellenbesetzung der neuen Pressesprecher waren mal gerade zwei Tage bis Ende der Bewerbungsfrist und Einstellungsgespräch angesetzt worden. Die Besetzung der Stelle war ursprünglich innerhalb von drei Tagen geplant. Der Bürgermeister hat nach heftigen Protesten aus dem Rat und „um die Sache nicht eskalieren zu lassen“ das Thema zurückgestellt. Der Landrat beziehungsweise das Verwaltungsgericht müssen nun entscheiden. Auch bei der Ausschreibung und Besetzung der neuen Kämmererstelle lief es nicht rund. Da meldeten sich Bewerber, die die Stelle aus Altersgründen gar nicht hätten antreten dürfen. Sie wurden dennoch in die engere Auswahl einer beauftragten Personalfirma genommen.

Weiterer Vorwurf: Die Verwaltungsspitze hätte sich im Vorfeld besser selbst über die Kandidaten informieren müssen. Bei der Stellenbesetzung der neuen Flüchtlingskoordinatorin gab es ebenfalls lange Gesichter im Rathaus. Die Stadt erhielt von der bereits ausgesuchten Flüchtlingskoordinatorin kurz vorm Amtsantritt eine Absage. Also alles wieder auf Anfang und eine interne Ausschreibung. Mittlerweile ist die Stelle besetzt.

Zurück zur Feuerwehr: Brand-Amtmann Thomas Müller (58) wird bis zur Neubesetzung die Abteilungsleiterstelle kommissarisch besetzen. Er ist seit 41 Jahren hauptberuflicher Feuerwehrmann und hat unter dem früheren Feuerwehrchef Hans-Peter Thiel zehn Jahre Personalarbeit gemacht. Müller wird von anderen Aufgaben befreit, um sich voll auf die Abteilungsleiteraufgabe zu konzentrieren. Er befürwortet, dass ein neuer Abteilungsleiter von außen kommt. „Frisches Blut tut der Feuerwehr Mettmann gut“, sagt er. Er weiß, dass es ein schwieriges Jahr für die Feuerwehr wird, denn: Das Großprojekt, der geplante Neubau der Wache an der Laubacher Straße, soll noch in diesem Jahr angepackt werden. Wehrleiter Marco Zerweiss sieht große Herausforderungen. „Das ist fast nicht mehr zu schaffen. Die Aufgaben werden immer mehr und das bei weniger Personal.“

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