Die Mettmanner gehen seit acht Jahren beim Zoch mit und sind in der fünften Jahreszeit längst eine Institution.

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Die Fußgruppe der Familie Schwarz zieht jedes Jahr unter einem eigenen Motto mit. Am Samstag heißt es: „Wau, wau, Helau!“

Die Fußgruppe der Familie Schwarz zieht jedes Jahr unter einem eigenen Motto mit. Am Samstag heißt es: „Wau, wau, Helau!“

Stefan Fries

Die Fußgruppe der Familie Schwarz zieht jedes Jahr unter einem eigenen Motto mit. Am Samstag heißt es: „Wau, wau, Helau!“

Mettmann. Konfetti- und Kamelleregen in Düsseldorf oder Köln? Das käme für Christian Schwarz (Foto) nicht infrage. „Der Mettmann-Zug macht auch deshalb so viel Spaß, weil er so familiär ist“, sagt er. „Man kennt die Leute.“ Und die Leute kennen ihn. Seitdem in den vergangenen acht Jahren in der Neandertal-Stadt die sogenannte fünfte Jahreszeit mit einem entsprechenden Zug gefeiert wird, ist Schwarz mit Freunden, Geschwistern und vor allem spektakulären Requisiten als Fußgruppe mit von der Partie

„Trotz Loch in der Kasse ist das Leben klasse“
Interpretation des Mottos „Mettmann zieht blank“

Doch dem 47-Jährigen geht es weniger um bloße Feierei. „Das macht auch Spaß. Aber vor allem geht es um die Kreativität“, sagt er. Denn das Gestalten macht allen Mitstreitern am „allermeisten Freude“. Insgesamt ist die Truppe bis zu 30 Mann stark.

Ob als überdimensionierte Geldmünzen, Max-und-Moritz-Marionetten im Sechs-Meter-Format oder als 24 Meter lange Raupe – „geht nicht, gibt es nicht. Oft ist es ‚Knall auf Fall’, dass wir uns für ein Kostüm entscheiden“, sagt der Mettmanner. „Eine Lösung fanden wir bislang immer.“

Als vor ein paar Jahren das Thema „Mettmann in aller Welt“ ausgerufen worden war, entstand eine Weltkugel im XXL-Format. „Es gibt ja viele Länder und Städte, die die Buchstaben ‚ME’ beinhalten.“ Die wurden, Beispiel Mexiko, entsprechend auf dem riesigen Erdball gekennzeichnet.

Zunächst wurde eine überdimensionierte Kugel in der hauseigenen Polsterei genäht, mit Luftballons gefüllt und von außen dekoriert. „Am Ende war unser Erdball so groß, dass er kaum durch die Mittelstraße passte“, sagt er.

Am Samstag um 14 Uhr startet der Karnevalszug am Hammerplatz. Er führt über die Schwarzbachstraße, kreuzt den Jubiläumsplatz, geht über die Johannes-Flintrop-Straße in die Freiheitsstraße und Richtung Neanderstraße, um dann von der Gartenstraße entlang der Bismarckstraße wieder zurück in die Innenstadt bis zum Hammerplatz zu führen.

Nach dem großen Umzug gibt es am Samstag ab 17.30 Uhr in der Tanzschule Krauss eine After-Zug-Party. Karten zum Preis von fünf Euro pro Person gibt es im Blumenhaus Speck, Freiheitstraße 7, bei Zuckerland, Neanderstraße 90, und in der Tanzschule Krauss, Bahnstraße 25.
www.karnevalszug-mettmann.de

Ein anderer Hingucker war der Riesenfisch. Schwarz: „Der machte das Maul auf und fraß alle kleinen Kinder.“ Die hatten einen Heidenspaß daran. Denn natürlich verbarg sich hinter dem klaffenden Maul ein aus Stoff gearbeiteter, mehrschichtiger Körper, an dessen Ende die Kinder wohlbehalten herausgelassen wurden. „Manche wollten gleich mehrfach aufgefuttert werden“, sagt der 47-Jährige.

Hund wird aus 320 Perlen gebaut

Kunterbunte Schmetterlinge oder Superdrachen – manchmal ist es ein Einzelner, der die zündende Idee hat. „In anderen Jahren haben wir gemeinsam überlegt“, erörtert Schwarz. „Das ist immer unterschiedlich und Teil des Prozesses.“

Offizielles Motto dieser Session ist „Mettmann zieht blank“. Christian Schwarz und Team haben nach der freien Übersetzung „Trotz Loch in der Kasse ist das Leben klasse“ eine eigene Idee entwickelt. Das lautet: „Wau, wau, Helau!“ Die Assoziation zu einem Hund ist gewünscht, und was dahinter steckt, ist ein gut gehütetes Geheimnis. Nur so viel: Als Miniatur passt die aus 320 Perlen konstruierte Hunderasse „Beagle“ in Schwarz’ Hand. Bedenkt man nun, dass in der Vergangenheit mit Luftballons gearbeitet wurde, könnte aus dem Hündchen ein riesiger Luftballon werden.

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