Ganztagsschulen: Damit beide Gymnasien ihren Unterrichtet ausdehnen können, will die Stadt in den kommenden Jahren groß investieren.

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Auch die Schüler des Gymnasiums Hochdahl – hier während einer kleinen Pause – sollen ganztägig unterrichtet werden.

Auch die Schüler des Gymnasiums Hochdahl – hier während einer kleinen Pause – sollen ganztägig unterrichtet werden.

Dirk Thomé

Auch die Schüler des Gymnasiums Hochdahl – hier während einer kleinen Pause – sollen ganztägig unterrichtet werden.

Erkrath. An den weiterführenden Schulen in Erkrath zeichnet sich eine einschneidende Änderung des Schulalltags ab. Mit den Gymnasien in Alt-Erkrath und Hochdahl haben gleich zwei weiterführende Schulen den Ganztagsbetrieb beantragt.

Damit über die normale Unterrichtszeit hinaus Unterricht und Betreuung geleistet werden können, muss die Stadt tief in die Tasche greifen, um anzubauen und zusätzliches Personal einzustellen. "Das ist mit erheblichen Kosten verbunden", sagt Ulrich Schwab-Bachmann, der Leiter des Schulamts.

Rund zwei Millionen Euro wird die Stadt in den kommenden zwei Jahren für den Bau von gemeinschaftlichen Schulmensen in den beiden Schulzentren ausgeben. Auf Mittel aus dem angekündigten großen Konjunkturpaket II der Bundesregierung setzt Schwab-Bachmann dabei vorerst nicht. Er hofft auf Gelder vom Land. 400000 Euro hat die Stadt beim 1000-Schulen-Projekt der Landesregierung beantragt. Dieses Geld soll in die Um- und Neubauten fließen.

Bis Ende 2010 sollen die Mensa-Neubauten fertiggestellt sein. Bevor die Bauarbeiten aber beginnen können, muss zunächst der Haushalt für 2009 vom Stadtrat verabschiedet werden.

Sollte doch noch Geld vom Bund fließen, fallen Schwab-Bachmann zahlreiche Schulen ein, in deren Bausubstanz investiert werden könnte. "Bei etlichen alten Gebäuden wie der Albert-Schweitzer-Schule, der Johannesschule und auch an den Schulzentren kann wärmetechnisch noch viel gemacht werden."

Seit 2003 wurde in Erkrath an neun Schulen der offene Ganztagsbetrieb mit Betreuungsgruppen aufgenommen. Seit Herbst 2008 ist die Carl-Fuhlrott-Hauptschule eine Ganztagsschule.

Die Kosten für die Betreuung trägt zum größten Teil die Stadt als Schulträger. Vom Land gibt es Investitionshilfen und Pauschalbeträge pro Schüler. Nach Angaben der Stadt kostet die offene Ganztagsbetreuung zusätzlich zu den rund 800 Euro vom Land noch einmal rund 1000Euro pro Kind und Schuljahr. Darin sind Personal und Sachkosten schon enthalten.

Der Mindestsatz, den die Stadt pro Kind zahlen müsste, liegt bei 470 Euro pro Schuljahr.

Den Eindruck großer Sanierungsbedürftigkeit möchte er aber auch nicht erwecken. "In den vergangenen Jahren ist viel investiert worden. Im Vergleich zu den Horrorbildern aus Schulen im Ruhrgebiet liegen wir weit vorne."

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