Sprecher der Stadt stellt klar, dass Täter „auf frischer Tat“ erwischt werden müssen. Ein Alkoholverbot lehnt er ab.

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Männliche Unsitte: Wenn keine Toilette in der Nähe ist, werden manche zum Wildpinkler.

Männliche Unsitte: Wenn keine Toilette in der Nähe ist, werden manche zum Wildpinkler.

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Männliche Unsitte: Wenn keine Toilette in der Nähe ist, werden manche zum Wildpinkler.

Erkrath. Das Problem ist nicht neu und den Mitarbeitern des städtischen Ordnungsamts hinlänglich bekannt: Die Rede ist von den Frauen und Männern, die sich bei schönem Wetter regelmäßig im Bavierpark treffen und dabei nicht nur an die Hecken der Anwohner, sondern laut CDU-Ortsverbandsvorsitzendem Marc Hildebrand auch in unmittelbarer Nähe des Holocaustdenkmals urinieren.

Auch in den Abendstunden wird kontrolliert

Uwe Krüger, Sprecher der Stadt, versichert, dass die Mitarbeiter des Ordnungsamts angewiesen sind, diesen Bereich im Bavierpark verstärkt zu kontrollieren. "Wir haben einen speziellen Außendienst, der auch in den Abendstunden unterwegs ist", sagt Krüger.

Nur: Das Urinieren im Park stellt eine Ordnungswidrigkeit dar. "Dafür kann die Stadt keine ganze Gruppe verantwortlich machen", sagt Krüger. "Wir müssen den Einzelnen quasi auf frischer Tat ertappen." Und das sei schwierig. Erwischen die städtischen Mitarbeiter tatsächlich einen Parkbesucher, der sich in den Büschen des Grünzugs erleichtert, müsste er ein Bußgeld zwischen 20 und 30 Euro bezahlen.

In den vergangenen Tagen habe sich die Situation am Bavierpark allerdings entspannt. "Wir haben dort kontrolliert, aber keinen Menschen angetroffen", sagt Krüger, der gleichzeitig warnt: "Da setzt man natürlich einen Verdrängungsprozess in gang. Wenn diese Gruppe nicht im Bavierpark sitzt, dann hält sie sich woanders auf."

Diese Problematik gäbe es in jeder Stadt, sei nicht eine spezifische Auffälligkeit in Erkrath. Nur früher seien diese Menschen, die sich draußen ein Plätzchen suchen, um sich zu treffen, nicht so aufgefallen.

Ein Problem, dass es in allen Stadtteilen gibt

Einige Jahre war ihr Treffpunkt der von Mauern umstandene und ziemlich zugewachsene künstliche Goldfischteich ganz in der Nähe des heutigen Bavier-Centers, den es seit der Umgestaltung des Parks so gar nicht mehr gibt. "Dort sind sie nicht so aufgefallen", sagt Krüger. In Hochdahl habe es das Problem lange an der Trinkhalle am Stadtweiher gegeben. "Irgendwo sind diese Frauen und Männer immer, gerade in den Sommermonaten."

Ein Alkoholverbot hält Krüger für "nicht durchsetzbar". Bei großen Veranstaltungen sei so ein Verbot möglich, im Bavierpark aber "nicht angemessen".

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