Dass der Erkrather am Samstagabend die Saalwette bei Thomas Gottschalk nicht gewonnen hat, war dem Entertainer gar nicht unrecht.

„Ich wette...“: Thomas Gottschalk erklärt dem Publikum, dass Kandidat Robert Möller über seine eigenen Beine springen kann.
„Ich wette...“: Thomas Gottschalk erklärt dem Publikum, dass Kandidat Robert Möller über seine eigenen Beine springen kann.

„Ich wette...“: Thomas Gottschalk erklärt dem Publikum, dass Kandidat Robert Möller über seine eigenen Beine springen kann.

Dirk Thomé

„Ich wette...“: Thomas Gottschalk erklärt dem Publikum, dass Kandidat Robert Möller über seine eigenen Beine springen kann.

Erkrath. Bei der verbalen Schlagfertigkeit herrschte noch Gleichstand. Als es dann jedoch darum ging, die Knochen für die Konjunkturbelebung hinzuhalten, war es der Erkrather Robert Möller, der springen musste. In der Samstagabendshow "Wetten, dass..." mit Thomas Gottschalk trat Möller als Wettkandidat - und damit quasi als Hoffnungsträger des großen und langen Entertainers auf.

"Vom Sonntag habe ich nicht viel mitbekommen."

Robert Möller, Kandidat bei "Wetten, dass...", bezieht sich auf die Party nach der Show, die um 6.30 Uhr endete.

Konkret setzte Gottschalk auf die gymnastische Durchbildung und die Fähigkeit seines Gastes, über die eigenen Beine springen zu können. Vorwärts und rückwärts. Klingt schwierig, ist schwierig und hat die Warnung vor Nachahmung verdient. Wenn es jemand schaffen sollte, so die Wette, es Möller gleichzutun, werde Gottschalk für einen Gast der Show dessen ganz persönliche Auto-Abwrackprämie verdoppeln - von 2500 auf 5000 Euro.

Das Ende ist bekannt: Sieben andere Menschen taten es Möller gleich, sprangen mehr oder weniger elegant über ihr eigenes Bein, Gottschalk zückte die Gebührengelder und drückte gleich zwei glücklichen Menschen je zehn 500-Euro-Scheine in die Hand.

Dass die Niederlage Gottschalk nicht in Depression stürzte, hat einen einfachen Grund: Er wollte gar nicht gewinnen, sondern seine beiden Gäste glücklich machen. "Ich habe den Leuten, die sich gemeldet hatten und meinten, es wie ich zu können, hinter den Kulissen Unterricht gegeben", sagte Robert Möller am Mittwoch im Gespräch mit der WZ.

Den Vorwärtssprung hätten zwar die meistens beherrscht, die Rückwärtsvariante habe jedoch Nachhilfe erforderlich gemacht. "So kann ich sagen, dass ich zwei Menschen zu neuen Autos verholfen habe", so Möller.

Der Sprung übers eigene Beine stammt aus der Breakdance-Phase

Der 39-Jährige betreibt in Düsseldorf eine Event- und eine Promotionagentur. Der Familienvater, der mit seiner Frau und seiner vierjährigen Tochter - eine Verdopplung des Nachwuchses ist unterwegs - in Hochdahl wohnt, bezeichnet sich als sportlich.

Für den 39-jährigen Besitzer einer Promotion- und Eventagentur in Düsseldorf, der im giftgrünen T-Shirt locker und selbstbewusst seinen Fernsehauftritt absolvierte, "war das Ganze ein großer Spaß". Er sei ziemlich aufgeregt gewesen, habe vorher jedoch nicht geübt.

Die Phase der praktischen Ertüchtigung seines Talents liegt über 20 Jahre zurück und stammt aus der Breakdance-Phase. "Als wir im vorigen Jahr mit Freunden beim Après-Ski zusammen saßen, haben wir das aus Jux noch mal probiert, und ich konnte es noch", erzählt Möller, der mit Frau und Tochter (4) in Hochdahl wohnt.

Die Kontakte zum ZDF bestanden bereits, da Möllers Agentur für eine Show den BMX-Fahrer vermittelt hat, der mit seinem Fahrrad den Sprung über ein Wohnhaus wagte. "Sonst hat man die Idee, schickt es aber nie ab." So aber erreichte ein Video den Sender - und Möller wurde Kandidat in Deutschlands größter Unterhaltungsshow.

Den eigentlich Star der Sendung, Thomas Gottschalk, beschreibt er als "sehr netten und schlagfertigen Menschen, der von morgens bis abends kalauert". Schlecht kann die Stimmung tatsächlich nicht gewesen sein - die Show nach der Show endete um 6.30 Uhr. Möller: "Vom Sonntag habe ich nicht viel mitbekommen."

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